PfadnavigationHomeRegionalesSachsenBlack Friday in Sachsen: Große Chance oder große Falle?Veröffentlicht am 26.11.2025Lesedauer: 4 MinutenViele Händler beteiligen sich in der Black Week mit Preisnachlässen - doch nicht jedes Angebot ist so günstig, wie es wirkt. (Archivbild)Quelle: Oliver Berg/dpaRabatte, die nur scheinbar sparen lassen, und Fake-Shops, die immer dreister werden: Was Sachsens Verbraucher jetzt wissen müssen, um nicht in die Black-Friday-Falle zu tappen.Viele Menschen in Sachsen stehen dieser Tage vor derselben Frage: Wie füllt man die Weihnachtsliste, ohne das Konto zu überziehen? Der Black Friday und die inzwischen tagelangen Rabattwochen wirken da wie gerufen. Die Werbeversprechen sind groß - 30, 50 oder sogar 70 Prozent Rabatt sollen locken. Doch stimmt das wirklich? Und woran erkennt man ein seriöses Angebot?Der Black Friday stammt ursprünglich aus den USA und findet traditionell am Freitag nach Thanksgiving (Erntedankfest) statt - in diesem Jahr am 28. November. Längst beschränkt er sich nicht mehr auf einen einzigen Tag: Viele Händler starten bereits in die sogenannte Black Week, verlängern in den Cyber Monday (1. Dezember), der als Shoppingtag gilt, an dem besonders Technik-, Elektronik-, Haushalts- und Lifestyleprodukte mit speziellen Rabatten angeboten werden - und oft weiter darüber hinaus.Wir haben bei Experten nachgefragt: Was bedeutet der Black Friday für Sachsen - und wie nutzt man ihn, ohne in die Rabattfalle zu tappen?Wie wichtig ist der Black Friday für Händler in Sachsen?Im sächsischen Einzelhandel kommt heute kaum jemand an der Rabattwoche vorbei. Für viele Unternehmen - ob in der Innenstadt oder online - gehören Black Friday und Cyber Monday inzwischen zu den verkaufsstärksten Tagen des Jahres. Handelsexperte und Professor für Betriebswirtschaftslehre und Marketing an der TU Chemnitz, Erik Maier, beobachtet: «Fast alle sächsischen Händler dürften auf die ein oder andere Art teilnehmen.» Selbst im stationären Lebensmittelhandel sei das Thema angekommen.Gleichzeitig mahnt Maier: «Für viele Händler wird der Black Friday vor allem durch Bewusstseinseffekte und Impulskäufe zu mehr Käufen führen.» Das könne jedoch bedeuten, dass spätere Käufe ausbleiben. Zudem schmälerten Rabatte die Marge - ein Risiko, das besonders kleinere Händler stark treffe.Auch der Handelsverband Sachsen rechnet mit hohen Einnahmen, wenn auch leicht rückläufig. «Zum Black Friday und Cyber Monday rechnen wir in diesem Jahr erneut mit einem Umsatz um die 250 Millionen Euro», sagt Hauptgeschäftsführer René Glaser. Viele Menschen achteten derzeit besonders auf den Preis: «Gerade jetzt, in der wirtschaftlich angespannten Lage, sind die Verbraucherinnen und Verbraucher besonders preissensibel und wissen daher Sonderangebote zu schätzen.»Sind die Rabatte wirklich so groß, wie sie wirken?Viele Angebote klingen spektakulär - in der Realität fällt der Preisvorteil laut Analysen jedoch oft deutlich geringer aus. Maier verweist auf aktuelle Daten: