PfadnavigationHomeRegionalesSachsenFraktionen drängen auf bessere frühkindliche BildungVeröffentlicht am 21.11.2025Lesedauer: 3 MinutenMehrere Landtagsfraktionen haben bei einer Anhörung auf eine bessere frühkindliche Bildung gedrängt. (Archivbild)Quelle: Robert Michael/dpaJeder Euro Einsparung muss später doppelt zurückgezahlt werden, sagen die Grünen und meinen damit die frühkindliche Bildung. Alle sind sich einig, dass sie besser werden soll. Doch das kostet Geld.Mehrere Fraktionen im Sächsischen Landtag mahnen eine zuverlässige Finanzierung der frühkindlichen Bildung an. Das ist ein Fazit aus der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Schule und Bildung im Parlament. Anlass war ein Antrag der BSW-Fraktion, der einen Kita-Gipfel forderte.Geburtenrückgang als Chance für Qualitätsverbesserung«Der Geburtenrückgang in Sachsen ist die Chance, die Kita-Qualität im Freistaat weiter zu steigern», betonte Christin Melcher (Grüne). Dazu brauche man aber eine verlässliche Landesfinanzierung auf Augenhöhe mit den Kommunen. «Jeden Euro, den wir heute bei unseren Kindern streichen, zahlen wir morgen doppelt zurück.»«Anstatt über Einsparungen zu diskutieren, sollten wir darüber sprechen, wie wir Struktur und Qualität der frühkindlichen Bildung sichern können», so Melcher. In diesem Bereich dürfe nicht gekürzt werden – auch wenn die Kinderzahlen vorübergehend sinken. «Denn unsere Kinder sind keine Sparposten, sondern unsere Zukunft.»SPD-Politiker fordert faire Lastenverteilung bei Kita-FinanzierungSPD-Bildungsexperte Gerald Eisenblätter mahnte eine faire Kita-Finanzierung an. «In Zeiten sinkender Kinderzahlen brauchen wir in ganz Sachsen eine wohnortnahe Betreuung und ein sicheres Kita-Netz, gleichzeitig braucht es mehr Qualität in der frühkindlichen Bildung.» Es gebe kein Erkenntnisdefizit, aber unterschiedliche Erwartungen an Lösungsstrategien.