PfadnavigationHomeSportFußballTrumps WM-Drohung„Gianni, kann ich dann sagen, dass wir die Veranstaltung verlegen werden?“Von Hendrik DeckVeröffentlicht am 18.11.2025Lesedauer: 2 MinutenMax Hermes ordnet im Studio den WM-Fahrplan ein. Von den weit verstreuten Spielorten über extreme Ticketpreise bis zu Deutschlands Chancen als Gruppenerster. Dazu zeigt er, wie lang und komplex der Weg der DFB-Elf bis zur WM 2026 werden wird.In der Debatte um die WM-Spielorte in den USA verschärft Präsident Donald Trump den Ton – nun könnte Seattle vom angedrohten Bann betroffen sein. Allerdings ist unklar, ob die US-Regierung überhaupt die Befugnis hat, über Standorte zu entscheiden.In der Stadiondebatte für die WM 2026 hat Donald Trump weitere Drohgebärden vollzogen. Der US-Präsident mischt bei der Organisation der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 weiter höchstpersönlich mit – und droht demokratisch regierten Städten erneut mit dem Entzug von WM-Spielen.An der Seite von Fifa-Präsident Gianni Infantino sagte Trump vor Reportern im Weißen Haus: „Wenn wir auch nur den geringsten Verdacht auf Schwierigkeiten haben, würde ich Gianni (Infantino, die Redaktion) bitten, das Spiel in eine andere Stadt zu verlegen.“ Dann holte er weiter zur Attacke aus. „Wenn wir glauben, dass es in Seattle Probleme geben wird, wo eine sehr, sehr liberale, fast schon kommunistische Bürgermeisterin ist (...): Gianni, kann ich dann sagen, dass wir die Veranstaltung verlegen werden?“, sagte der 79-Jährige: „Ich glaube nicht, dass sie dieses Problem haben werden, aber wir werden die Veranstaltung an einen Ort verlegen, wo sie geschätzt wird und sicher ist.“ Daraufhin sprang Infantino ein und beschwichtigte: „Ja, Sicherheit hat oberste Priorität.“ Größte Fußball-WM der GeschichteHintergrund der Trump-Drohung: In Seattle hat vor Kurzem die linke Demokratin Katie Wilson die Bürgermeisterwahl für sich entschieden. Unter den elf US-Gastgeberstädten der WM 2026 befinden sich viele Hochburgen der Demokraten. Das ist Trump ein Dorn im Auge. Der Präsident wirft demokratisch geführten Metropolen regelmäßig vor, die Kriminalität nicht im Griff zu haben. Neben Seattle hat er auch Los Angeles im Visier.Fraglich ist allerdings, ob die US-Regierung überhaupt die Befugnis hat, über WM-Standorte zu entscheiden. Auch Trumps guter Draht zu Infantino könnte da womöglich nicht helfen.Lesen Sie auchMit 48 teilnehmenden Ländern ist die XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko die größte der Geschichte. Laut Infantino werden fünf bis zehn Millionen Menschen alleine zu den Spielen in die USA reisen. Bisher wurden wohl über eine Million Eintrittskarten verkauft. Die Auslosung steigt am 5. Dezember in Washington. Darauf wartet auch die deutsche Nationalmannschaft gespannt. Nach dem 6:0 gegen die Slowakei am Montag ist die DFB-Elf sicher für das Mega-Event qualifiziert.