PfadnavigationHomeKulturMedien„Hart aber fair“-ModeratorBericht über Zwölf-Millionen-Deal für Louis Klamroth – das plant die ARDVeröffentlicht am 19.11.2025Lesedauer: 2 MinutenLouis KlamrothQuelle: Getty Images/Tristar MediaDie ARD setzt mit Moderator Louis Klamroth auf neue Formate – sowohl im Ersten als auch in der Mediathek. Insgesamt soll der Sender laut eines Medienberichts 12,5 Millionen Euro investieren.Seit 2023 moderiert Louis Klamroth die Talkshow „Hart aber fair“ für die ARD. Er löste den langjährigen Gastgeber Frank Plasberg ab und sollte damit sowohl das Format als auch die Zielgruppe verjüngen. Jedoch hatte er anfangs mit Zuschauerverlusten zu kämpfen und in der vergangenen Winterpause das Konzept an einigen Stellen verändert. Für 2025 wurde die Zahl der im Fernsehen ausgestrahlten Ausgaben reduziert. Nun soll der Sender weitere Formate mit dem 36 Jahre alten Hamburger planen. Das berichtet das Branchenportal „Medieninsider“.Demnach gibt es 2026 nur noch 15 Ausgaben von „Hart aber fair“. Dafür soll Klamroth vier Townhall-Shows präsentieren und mehr Sendezeit in der Mediathek bekommen. Derzeit befinden sich drei Formate („Hart aber fair 360“, „Hart aber fair spezial“, „Press Play“) im Test. Über ein Viertes soll gerade intern verhandelt werden.Die ARD will laut Bericht 12,5 Millionen Euro Produktionskosten investieren. Am teuersten werden demnach mit 256.000 Euro pro Folge das neue Townhall-Format. Die Kosten für die Online-Formate liegen bei 180.000 Euro pro Folge. Klamroth verdient demnach weiterhin 18.000 Euro pro Folge – allerdings wird er davon mehr machen als bisher. Weder Klamroth noch die ARD haben sich bisher zu dem Mega-Deal geäußert.Lesen Sie auchEin Bericht von Business Insider (September 2023) soll anhand vertraulicher Kostenaufstellungen aus den Jahren 2021 bis 2023 zeigen, wie teuer ARD-Talkshows tatsächlich sind. Die „maischberger“-Sendung koste demnach rund 4,7 Millionen Euro pro Jahr. Die Journalistin selbst soll jährlich 795.000 Euro für die Moderation erhalten haben. Debatte um Unabhängigkeit des „hart aber fair“-ModeratorsDie vergangenen zwei Jahre verliefen nicht ohne Gegenwind. Louis Klamroth stand sowohl wegen seiner Themenauswahl als auch aufgrund seiner Beziehung zu Luisa Neubauer in der Kritik. Vor allem ein möglicher Interessenkonflikt wurde diskutiert – schließlich ist Neubauer eine prominente Klimaaktivistin und zugleich Mitglied der Grünen.Der WDR wies diese Vorwürfe jedoch zurück. „Im Falle von Louis Klamroth gelten wie bei allen anderen Moderatoren politischer Sendungen die journalistischen Standards, für die die ARD in besonderer Weise steht: Unabhängigkeit, Objektivität, Überparteilichkeit. Dazu gehört auch, dass seine Partnerin nicht Gast seiner Sendung sein wird“, erklärte ein Sendersprecher auf verschiedene Medienanfragen.jm