PfadnavigationHomeSportFußballTV-RechteDreikampf um die deutsche NationalmannschaftVon Steven JörgensenVeröffentlicht am 14.11.2025Lesedauer: 3 MinutenWelche Sender dürfen die Spiele der DFB-Elf zukünftig zeigen?Quelle: Liam Mcburney/PA Wire/dpaIn den nächsten Monaten stehen zahlreiche große Entscheidungen darüber an, auf welchen Sendern in Zukunft die wichtigsten Fußballspiele laufen. Nach der Champions League geht es um die Nationalmannschaft. Dort gibt es einen neuen Interessenten.Auf dem Fußball-Rechtemarkt wird es heiß. Für die Sender stehen in den nächsten Monaten zahlreiche große Entscheidungen darüber an, wo in der Zukunft die wichtigsten Spiele laufen. Noch bis 2028 sind 60 Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft an RTL (30 Spiele) sowie ARD/ZDF (je 15 Partien) vergeben. Im Paket sind Qualifikationen, Nations League und Testspiele. Jede Partie kostet dabei rund 6,25 Millionen Euro. Nun bereitet die Uefa die nächste Ausschreibung für den Zeitraum von 2028 bis 2032 vor. Hauptinteressenten sind die bisherigen Rechteinhaber plus Sat.1. Im ersten Quartal 2026 soll es losgehen, sobald die Champions-League-Rechte über den Tisch gegangen sind. Bei der Königsklasse geht es diesmal gleich um vier Spielzeiten – von 2027/28 bis 2030/31. Sonst waren drei Saisons üblich. Hier gibt es verschiedene Pakete: In einem ist das Topspiel am Dienstag, das bisher Prime Video hat. Allerdings wird es global ausgeschrieben, statt nur für ein Land. So hofft die Uefa auf hohe Gebote von Global-Playern wie Netflix, Prime Video, Disney+ oder DAZN. 500 Millionen Euro pro Saison sind das Ziel. Das andere Paket umfasst alle weiteren Spiele. Hier können Sender erstmals in mehreren Ländern wie Deutschland, Italien, Großbritannien, Frankreich und Spanien parallel bieten. Die Uefa will pro Saison fünf Milliarden Euro durch die Europapokal-Rechte einnehmen. Bisher sind es rund 3,7 Milliarden durch TV-Rechte pro Jahr (mit Sponsoring sogar 4,4 Mrd.). Hier sind DAZN und Sky, dessen Verkauf an RTL 2026 über die Bühne gehen soll, für Deutschland die Top-Kandidaten.RTL überträgt erstmals das PokalendspielEine Rechte-Baustelle könnte bald geschlossen sein: ARD und ZDF nähern sich dem Kauf der Rechte an der Fußball-WM der Frauen im Jahr 2027. Bisher hatte sich die Telekom das komplette Turnier mit allen 64 Spielen für das Pay-TV gesichert. Allerdings waren noch 30 Partien für eine parallele Ausstrahlung im frei empfangbaren Fernsehen auf dem Markt.Der DFB-Pokal ist im Free-TV für die Periode von 2026/27 bis 2029/30 an ARD, ZDF und RTL verkauft worden. So sieht die Aufteilung aus: 2026/27 und 2028/29 läuft das Finale in der ARD. 2027/28 überträgt erstmals RTL das Endspiel. 2029/30 ist das ZDF dran. Die Auslosungen laufen jeweils beim Sender, der das Finale zeigt.Lesen Sie auchDie ARD erwarb insgesamt 30 Spiele: 2026/27 und 2028/29 je acht, in den anderen beiden Jahren je sieben. Das ZDF hat 15 Spiele: 2026/27, 2027/28 und 2029/30 je vier, 2028/29 drei, RTL auch 15: 2027/28, 2028/29 und 2029/30 je vier, 2026/27 drei. Der DFB nimmt durch den Pokal rund 70 Millionen Euro pro Jahr ein. Sky überträgt jede Saison alle Partien im Pay-TV.Für den DFB ist die 3. Liga die nächste Ausschreibung: Der Vertrag mit der Telekom läuft noch bis 2026/27. Die Rechte für die vier Saisons ab 2027/28 will der Verband im Laufe des kommenden Jahres auf den Markt bringen. Pro Spielzeit nimmt der DFB bisher 26,2 Millionen Euro durch die nationalen Medienrechte ein. Eine Steigerung ist gewünscht. Die ARD hat eine Sublizenz von der Telekom über 68 Spiele pro Saison. Kosten: rund fünf Millionen Euro.Lesen Sie auchDer Text wurde für das Sport-Kompetenzcenter (WELT, SPORT BILD, BILD) erstellt und zuerst in SPORT BILD veröffentlicht.