PfadnavigationHomePanoramaNach Skandal-DokuBBC entschuldigt sich bei US-Präsident Trump – „Verleumdungsklage unbegründet“Veröffentlicht am 13.11.2025Lesedauer: 2 MinutenWährend die BBC einen Manipulationsskandal aufarbeitet, spricht man in der Tagesschau dabei über „kleine handwerkliche Fehler“ und lieber über den „Druck von rechts“. Für WELT-Kolumnist Sebastian Vorbach sollte die ARD vielmehr Lehren aus dem Fall ziehen und nicht an der Debatte vorbei diskutieren.In einem BBC-Beitrag wurden Ausschnitte aus Trumps Rede vom 6. Januar 2021 zusammengeschnitten. Dadurch wurde der Eindruck erweckt, Trump habe seine Anhänger direkt zum Sturm aufs Kapitol aufgerufen. Nun hat sich die BBC bei dem US-Präsidenten entschuldigt, aber auch eine Sache klargestellt.Der britische Rundfunksender BBC hat sich bei US-Präsident Donald Trump für den irreführenden Schnitt einer seiner Reden entschuldigt. Gleichzeitig teilte der Sender am Donnerstagabend in London mit, eine Verleumdungsklage des Präsidenten sei „unbegründet“. Trump hatte zuvor angedroht, die BBC nach Kritik an der Dokumentation „Trump: Eine zweite Chance“ zu verklagen. Das Anwaltsteam des US-Präsidenten hatte der BBC die „verleumderische“ und „böswillige“ Bearbeitung einer Rede vorgeworfen, die Trump am 6. Januar 2021 vor der Erstürmung des Kapitols in Washington gehalten hatte. Lesen Sie auchDie Dokumentation „Trump: Eine zweite Chance?“ war eine Woche vor der US-Präsidentschaftswahl am 5. November 2024 ausgestrahlt worden. In dem Beitrag für die Sendung „Panorama“ waren Ausschnitte aus Trumps Rede vom 6. Januar 2021 zusammengeschnitten worden. Durch die Montage wurde der Eindruck erweckt, Trump habe seine Anhänger direkt zum Sturm auf den Sitz des US-Kongresses aufgerufen.Britischer Premier schaltete sich einDer britische Premierminister Keir Starmer hatte die BBC Mitte der Woche dazu aufgefordert, sich an „höchste“ journalistische Standards zu halten. „Wo Fehler gemacht wurden, müssen sie ihr Haus in Ordnung bringen“, sagte er am Mittwoch im Parlament. Lesen Sie auchBBC-Generaldirektor Tim Davie und Nachrichtenchefin Deborah Turness erklärten nach Kritik an der Bearbeitung der Trump-Rede ihren Rücktritt. Lesen Sie auchBBC-Präsident Samir Shah räumte eine „Fehleinschätzung“ des Senders ein und bat öffentlich um Entschuldigung.rct