PfadnavigationHomeRegionalesHamburgWerftgeländeStadt Hamburg kauft früheres Pella-Sietas-ArealVeröffentlicht am 13.11.2025Lesedauer: 2 MinutenDas Gelände der Pella Sietas Werft in Neuenfelde. In der Mitte der große denkmalgeschützte Jucho-Kran.Quelle: picture alliance/imageBROKER/Holger WeitzelDie Stadt Hamburg kauft das Gelände der insolventen Werft Pella Sietas in Neuenfelde für rund 20 Millionen Euro. Die Fläche soll industriell genutzt, teils für Hochwasserschutz und Flüchtlingsunterbringung eingesetzt und ein Denkmal erhalten werden.Das Gelände der insolventen Hamburger Werft Pella Sietas geht in den Besitz der Stadt Hamburg über. Für das frühere Werftareal in Neuenfelde zahlt die Stadt rund 20 Millionen Euro, wie die Hamburger Finanzbehörde mitteilte. Es habe sich um das Höchstangebot gehandelt.Das gekaufte Areal weist 147.690 Quadratmeter auf, was einer Fläche von ungefähr 20 Fußballfeldern entspricht. Ein Großteil des Geländes soll im Erbbaurecht vergeben werden und für Industrie genutzt werden. Im Erbbaurecht behält die Stadt die Fläche. Vertragspartner können sie nutzen, müssen dafür aber zahlen. Weitere Abschnitte sind etwa für den Hochwasserschutz vorgesehen.Lesen Sie auchNeben dem Werftgelände befindet sich eine öffentlich-rechtliche Unterbringung für Flüchtlinge. Der Standort wurde mitgekauft, wie die Behörde mitteilte. Dort sollen alte Container mit modernen Unterkünften ersetzt werden. Durch den Kauf des Geländes sei auch das Schicksal des denkmalgeschützten Jucho-Portalkrans nun sicher. Die Stadt will den 1965 gebauten Kran an bekannter Stelle erhalten.Insolvenzverwalter: Zwangsversteigerung wegen SanktionenDas Werftgelände musste nach Darstellung des Insolvenzverwalters Achim Ahrendt wegen Sanktionen gegen Russland zwangsversteigert werden. Eine Verwertung des Grundstücks über einen herkömmlichen Investorenprozess sei nicht machbar gewesen, teilte Ahrendt mit.Hintergrund war ein Grundpfandrecht der von Sanktionen betroffenen russischen Sberbank. Dieses hatte sich das Kreditinstitut als einer der größten Gläubiger der Werft vor dem Insolvenzantrag als Sicherheit für die ausgegebenen Darlehen geben lassen.Lesen Sie auchDas ehemalige Sietas-Werftgelände habe eine bewegte Geschichte hinter sich, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), der den Ankauf eng begleitet hatte. „Hier war eine städtische Intervention im Zwangsversteigerungsverfahren nötig und möglich.“ Nach einem „aufwendigen, zeitintensiven Verfahren“ könne die Stadt mit dem Erwerb die Fläche sichern, „den Industriestandort Hamburg unterstützen und somit perspektivisch Wertschöpfung und Arbeitsplätze erhalten.“ Gleichzeitig würden die Flächen gezielt für Hochwasserschutz und die öffentlich-rechtliche Unterbringung für Geflüchtete genutzt. „Für den Erhalt des denkmalgeschützten Portalkrans können wir ebenfalls Sorge tragen“, versprach Dressel.Vor der Insolvenz 2021 zählte Pella Sietas zu den ältesten Werften der Welt. Erstmals 1635 urkundlich erwähnt, war sie über neun Generationen hinweg in Familienbesitz. juve/lno
Werftgelände: Stadt Hamburg kauft früheres Pella-Sietas-Areal - WELT
Die Stadt Hamburg kauft das Gelände der insolventen Werft Pella Sietas in Neuenfelde für rund 20 Millionen Euro. Die Fläche soll industriell genutzt, teils für Hochwasserschutz und Flüchtlingsunterbringung eingesetzt und ein Denkmal erhalten werden.






