PfadnavigationHomeNewstickerDPAInfolineWirtschaft (DPA)Siemens gibt Healthineers-Aktien für Milliarden an AktionäreVeröffentlicht am 12.11.2025Lesedauer: 4 MinutenNoch hält Siemens rund 70 Prozent an seiner ehemaligen Medizintechniksparte Healthineers. Das soll sich ändern.Quelle: Daniel Karmann/dpaGut sieben Jahre nach dem Börsengang hält Siemens noch rund 67 Prozent an seiner ehemaligen Medizintechniksparte Healthineers. Das soll sich in einer milliardenschweren Aktion ändern.Siemens will Aktien seiner Tochter Siemens Healthineers im Wert von rund 15 Milliarden Euro an seine Aktionäre abgeben. Konkret geht es um rund 30 Prozent an dem Medizintechnikunternehmen, wie der Konzern mitteilt. Ziel der Aktion ist, dass die Münchner das Geschäft der Erlanger Tochter nicht mehr voll konsolidieren müssen - zudem setzt Siemens damit seinen seit Jahren eingeschlagenen Kurs fort, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Derzeit hält Siemens noch gut zwei Drittel.Die Aktien sollen den aktuellen Siemens-Aktionären vorzugsweise in Form einer Direktabspaltung übertragen werden. Auf Dauer will Siemens nur noch eine signifikante Minderheitsbeteiligung an Healthineers halten. «Der heutige Tag markiert den Beginn der nächsten Wachstumsphase für Siemens», sagt Konzernchef Roland Busch. Mit der Abgabe der Kontrollmehrheit an Healthineers konzentriere sich Siemens auf ein «hochgradig synergetisches» Portfolio.Finanzchef Ralf P. Thomas betonte zudem, dass die Entkonsolidierung die Spielräume für Siemens erweitere. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt, dass die Hauptversammlungen beider Unternehmen zustimmen. Die genaue Ausgestaltung soll in den kommenden Monaten erarbeitet werden. Details sollen Anfang des zweiten Kalenderquartals 2026 bekanntgegeben werden.Arbeitnehmer: Begründung nachvollziehbarDie Trennung der beiden Unternehmen sei ein letztlich konsequenter Schritt - auch wenn er nicht leicht falle, heißt es von IG Metall und Betriebsrat. Wichtig für die Arbeitnehmer sei gewesen, für die Trennung tragfähige Bedingungen zu erreichen. Dazu gebe es Zusagen der Firmenseite: Unter anderem eine unveränderte Tarifbindung, Standort- und Beschäftigungssicherung sowie den Verbleib der Unternehmenszentrale in Deutschland.«Wir tragen das Konzept der integrierten One Tech Company mit, weil es aus heutiger Sicht langfristig die besten Aussichten für Siemens bietet», sagt der 2. Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Kerner. Denke man das konsequent