Düsseldorf. Im Streit um den für die Autoindustrie wichtigen Chiplieferanten Nexperia gibt es Bewegung. Laut Philipp von Hirschheydt, Chef des Zulieferers Aumovio, sind die Exportbeschränkungen auf Nexperia-Chips weitgehend aufgehoben. „Aumovio hatte bereits eine Ausnahmegenehmigung für den Export erhalten. Mittlerweile aber gilt diese wohl für alle Zulieferer“, sagte er zur Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal. „Ich gehe davon aus, dass wir in etwa vier bis sechs Wochen wieder in den Normalbetrieb kommen.“Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg auf Grundlage eines Insiders berichtet, dass die niederländische Regierung bereit sei, die Kontrolle über Nexperia abzugeben, wenn China wieder den Export wichtiger Elektronikchips erlaubt.Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) deutete am Donnerstagabend am Rande eines Klimagipfels im brasilianischen Belém ebenfalls Bewegung an. „Es scheint der Weg jetzt offen zu sein für eine Wiederaufnahme der Lieferung“, sagte er.
Das kann innerhalb der nächsten Stunden geschehen. Friedrich MerzBundeskanzlerEr habe zuvor erneut mit dem geschäftsführenden niederländischen Ministerpräsidenten Dick Schoof über das Thema gesprochen. „Wir haben auch unsere Außenminister gebeten, auch auf der Ebene der Außenminister zu sprechen, auch mit der Volksrepublik China“, fügte Merz hinzu. Die Gespräche hätten stattgefunden und es gebe positive Signale, dass die Lieferungen wieder aufgenommen werden können: „Das kann innerhalb der nächsten Stunden geschehen. Ich bin jedenfalls auch nach dem Gespräch mit dem niederländischen Premierminister zuversichtlich, dass das gelingt.“










