PfadnavigationHomeRegionalesHamburgSicherungsverfahrenBekannte Autorin auf Hausboot erschlagen – Prozess gegen Sohn beginntVeröffentlicht am 30.10.2025Lesedauer: 2 MinutenDas pinkfarbene Hausboot, auf dem die 58 Jahre alte Schriftstellerin erschlagen worden istQuelle: Marcus Brandt/dpaBrutale Schläge im Schlaf: Der älteste Sohn der Schriftstellerin Alexandra Fröhlich soll seine Mutter auf ihrem Hausboot getötet haben. Ermittler vermuten eine schwere psychische Erkrankung. Das Gericht prüft eine dauerhafte Unterbringung.Ein halbes Jahr nach dem gewaltsamen Tod der Schriftstellerin Alexandra Fröhlich beginnt am kommenden Dienstag (4. November) vor dem Landgericht Hamburg ein Sicherungsverfahren gegen ihren Sohn. Der heute 23-Jährige soll seine Mutter am 22. April auf ihrem pinkfarbenen Hausboot in Hamburg-Moorfleet erschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor.Fröhlich war eine bekannte Autorin, deren Romane und Familiengeschichten ein breites Publikum erreichten. Ihr Roman Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen (2012) stand auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Auch über ihr Leben als alleinerziehende Mutter von drei Söhnen hatte Fröhlich ein Buch geschrieben: „Mama sucht Mann“ erschien 2010. Bei dem jetzt 23-jährigen Angeklagten handelt es sich um den ältesten Sohn der Getöteten. Die beiden anderen Söhne, Zwillinge, sind rund fünf Jahre jünger. Lesen Sie auchDie Ermittler gehen davon aus, dass die Tat in den frühen Morgenstunden geschah, während die 58-Jährige schlief. Nach vorläufiger Einschätzung eines psychiatrischen Gutachters war der junge Mann zur Tatzeit vermutlich schuldunfähig. Deshalb steht nicht eine Strafe im Vordergrund, sondern die Frage, ob er dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss. Das Verfahren ist als sogenanntes Sicherungsverfahren angelegt.Hinweise auf ein Motiv fehlenLaut Anklage soll der Sohn seine Mutter mit einem bislang nicht eindeutig identifizierten Werkzeug – möglicherweise einem Hammer – mehrfach auf Kopf und Hals geschlagen haben. Die Frau erlitt ein offenes Schädelhirntrauma und starb noch am Tatort auf dem Hausboot am Holzhafenufer. Hinweise auf ein Motiv gibt es bislang nicht; die Ermittler gehen von einer schweren psychischen Erkrankung aus.Die Polizei nahm den Tatverdächtigen erst zwei Wochen später fest. Zielfahnder lokalisierten ihn am 6. Mai in Hamburg-Rothenburgsort. Er leistete keinen Widerstand. Bereits zuvor hatte das Amtsgericht Haftbefehl erlassen. juve mit dpa
Sicherungsverfahren: Bekannte Autorin auf Hausboot erschlagen – Prozess gegen Sohn beginnt - WELT
Brutale Schläge im Schlaf: Der älteste Sohn der Schriftstellerin Alexandra Fröhlich soll seine Mutter auf ihrem Hausboot getötet haben. Ermittler vermuten eine schwere psychische Erkrankung. Das Gericht prüft eine dauerhafte Unterbringung.






