PfadnavigationHomeRegionalesHamburgVogelgrippeWeil die Geflügelpest auch Hamburg erreicht hat, verhängt die Stadt nun StallpflichtVeröffentlicht am 29.10.2025Lesedauer: 2 MinutenWenn in Hamburg für Geflügel Stallpflicht herrscht, verbringen auch die Alsterschwäne ihre Zeit im Inneren. Aktuell sind es noch Zelte, die sie schützenQuelle: Marcus Brandt/dpaVom 31. Oktober an müssen Hamburgs Hühner, Enten und Gänse im Stall bleiben. Was steckt hinter der Maßnahme – und wie viele Tiere sind bundesweit betroffen?Nach dem Saarland ordnet auch Hamburg wegen der grassierenden Geflügelpest eine Stallpflicht an. Eine entsprechende Allgemeinverfügung trete am Freitag in Kraft, wie die Hamburger Verbraucherschutzbehörde mitteilte. Darauf einigten sich die Behörde und die sieben Bezirke. Zunächst hatte die „Hamburger Morgenpost“ berichtet.Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist eine bei vielen Vogel- und Geflügelarten häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Von der Vorgabe in Hamburg betroffen sind demnach Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse, die in Gefangenschaft aufgezogen oder gehalten werden. Sie müssen in geschlossenen Ställen untergebracht werden oder in solchen, die gegen Wildvögel gesichert sind.Lesen Sie auch„Mit der Stallpflicht soll das Eintragsrisiko über Wildvögel minimiert und damit die gehaltenen Tiere in Hamburg vor einer Infektion geschützt werden“, teilte die Verbraucherschutzbehörde mit. Auch Ausstellungen, Märkte und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel und Tauben werden verboten.Drei bestätigte Fälle bei Wildvögeln in HamburgIn Hamburg gibt es derzeit drei festgestellte Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln und 14 Verdachtsfälle. Am vergangenen Freitag hatte die Verbraucherschutzbehörde über die ersten bestätigten Fälle informiert. Es handelte sich um drei tote Kraniche. Diese wurden in Lurup (Bezirk Altona), Niendorf (Bezirk Eimsbüttel) und in Heimfeld (Bezirk Harburg) entdeckt. Verwundern muss das niemanden. Bei der Vogelgrippe in dieser Saison sind unter den Wildvögeln vor allem Kraniche betroffen. Das Friedrich-Löffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, spricht bei Kranichen von einem Massensterben. Auch in Schleswig-Holstein ist Geflügelpest bei Wildvögeln nachgewiesen worden. Vier Fälle waren dem Landwirtschaftsministerium bis Ende vergangener Woche bekannt. Dazu kamen drei bestätigte Ausbrüche bei Vogelzuchtbetrieben, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte. Seit Samstag gelten in Hamburgs nördlichem Bundesland deshalb strengere Vorgaben. Halter müssen etwa vor dem Betreten von Ställen Hände und Schuhe reinigen und desinfizieren sowie Schutzkleidung tragen.Lesen Sie auchWie das Friedrich-Loeffler-Institut mitteilte, stieg die Zahl der seit Anfang September erfassten Ausbrüche in kommerziellen Geflügelhaltungen bundesweit auf 35. Täglich würden neue Fälle gemeldet, das Infektionsgeschehen sei weiterhin sehr dynamisch, sagte eine Sprecherin des Instituts für Tiergesundheit.Besonders betroffen seien weiter Betriebe in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die Zahl der vorsorglich getöteten Tiere liege bundesweit inzwischen deutlich über 500.000. Um die Ausbreitung der Geflügelpest einzudämmen, werden Hühner, Enten, Gänse und Puten in den betroffenen Betrieben gekeult und entsorgt. Ställe und Gehege müssen desinfiziert werden, bevor neue Tiere aufgenommen werden.lno/juve
Vogelgrippe: Weil die Geflügelpest auch Hamburg erreicht hat, verhängt die Stadt nun Stallpflicht - WELT
Vom 31. Oktober an müssen Hamburgs Hühner, Enten und Gänse im Stall bleiben. Was steckt hinter der Maßnahme – und wie viele Tiere sind bundesweit betroffen?









