PfadnavigationHomeRegionalesHamburgVerkehrHVV-Preise sollen 2026 erneut steigen – es hagelt KritikVeröffentlicht am 28.10.2025Lesedauer: 2 MinutenDie Preise im HVV sollen steigenQuelle: Marcus Brandt/dpaAb Januar 2026 steigen die HVV-Preise um 5,4 Prozent. Der Senat hat zugestimmt, doch CDU, Linke und AfD protestieren. Besonders Gelegenheitsfahrer und Senioren könnten die Erhöhung spüren – während auch das Deutschlandticket teurer wird.Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) wird zum 1. Januar 2026 die Preise für Einzel- und Tageskarten um durchschnittlich 5,4 Prozent anheben. Nach einer Erhöhung um rund fünf Prozent Anfang 2025 ist dies die zweite Anpassung innerhalb von zwölf Monaten. Der rot-grüne Senat hat dem Antrag zugestimmt. Begründet wird die Maßnahme mit der Inflation seit 2020 sowie gestiegenen Kosten für Energie und Personal.So soll das Einzelticket für Hamburg AB künftig 4,10 Euro kosten, online mit Rabatt 3,81 Euro. Kurzstrecken- und Kindertickets bleiben unverändert. Für Gelegenheitsfahrer bedeutet die Anpassung dennoch spürbare Mehrkosten. Der HVV verweist darauf, dass die Erhöhung „deutlich unter dem Niveau des Deutschlandtickets“ liege.Lesen Sie auchDas bundesweit gültige Deutschlandticket wurde bereits Anfang 2025 von 49 auf 58 Euro verteuert – ein Plus von 18,4 Prozent. Ab Januar 2026 steigt der Preis erneut auf 63 Euro, was einer weiteren Erhöhung um 8,6 Prozent entspricht. Die Kritik kam umgehend. CDU-Fraktionschef Dennis Thering nannte die geplante Anhebung am Dienstag „nicht vermittelbar – weder sozial noch verkehrspolitisch“. Statt höherer Preise forderte er Einsparungen im System und die Umsetzung eines zentralen Wahlversprechens: „Das vergünstigte Deutschland-Seniorenticket fehlt bis heute“, so Thering. Gerade ältere Menschen würden durch die erneute Preiserhöhung besonders belastet.Auch die Linke kritisiert die Pläne scharf. „Das ist ein völlig falsches Signal! Nach dem Klimaentscheid muss der Umstieg auf Bus und Bahn noch viel mehr gefördert werden“, sagt Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion. Sie fordert sinkende Preise und mittelfristig die kostenlose Nutzung des HVV. Die geplante Erhöhung liege „weit über den zwei bis 2,4 Prozent, um die die Verbraucherpreise in Deutschland dieses Jahr gestiegen sind“.Lesen Sie auchDie AfD-Fraktion lehnt die Preiserhöhung ebenfalls ab. Fraktionschef Dirk Nockemann kritisierte die geplante Verteuerung des Nahbereichstickets um 12,9 Prozent auf 3,50 Euro: „Insbesondere vor dem Hintergrund des desaströsen Klimaentscheids ist die Preiserhöhung ein Schlag ins Gesicht für die zigtausenden auf den ÖPNV angewiesenen Bürger. So wird der öffentliche Nahverkehr zunehmend unattraktiv.“juve
Verkehr: HVV-Preise sollen 2026 erneut steigen – es hagelt Kritik - WELT
Ab Januar 2026 steigen die HVV-Preise um 5,4 Prozent. Der Senat hat zugestimmt, doch CDU, Linke und AfD protestieren. Besonders Gelegenheitsfahrer und Senioren könnten die Erhöhung spüren – während auch das Deutschlandticket teurer wird.






