PfadnavigationHomePanoramaTill LindemannProteste gegen Rammstein-Sänger – Sächsische Ministerin sagt Opernball-Teilnahme abVeröffentlicht am 27.10.2025Lesedauer: 2 MinutenTill Lindemann, Sänger der Band RammsteinQuelle: Jens Koch/picture alliance/dpa/lopDie Einladung von Till Lindemann zum Leipziger Opernball findet deutliche Kritik. Ein Leipziger Bündnis appelliert an die gesellschaftliche und moralische Verantwortung der Veranstalter. Die Vize-Ministerpräsidentin Sachsens sagte ihre Teilnahme wegen des Rammstein-Frontmanns ab.Unter dem Motto „Bienvenidos, Andalucía!“ soll diesen Samstag der 30. Leipziger Opernball stattfinden. Neben 2000 Gästen erwarten die Veranstalter 40 geladene Prominente, darunter Violinist David Garrett, Schauspielerin Jenny Elvers – und Rammstein-Sänger Till Lindemann. Gegen die Einladung des 62-jährigen, der im Jahr 2023 im Zentrum schwerwiegender Vorwürfe gestanden hatte, formierte sich nun Widerstand.In einem Offenen Brief mahnte das Leipziger Bündnis „Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch“ die gesellschaftliche und moralische Verantwortung der Veranstalter an und warnte vor einem „fatalen Signal“ an Betroffene sexualisierter Gewalt. Juristische Unbedenklichkeit könne keine moralische Entlastung bieten, hieß es in dem Brief, der den Angaben nach bislang von mehr als 180 Akteuren der Leipziger Kulturszene mitgezeichnet wurde.Lesen Sie auchSachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hat nun auf die Proteste reagiert, indem sie ihre Teilnahme am Leipziger Opernball abgesagt hat. Sie wolle zur Deeskalation beitragen, erklärte die Ministerin. Ihr liege ein friedliches und gewaltfreies Miteinander am Herzen.„Aufgrund der angekündigten Proteste und der Vorberichterstattung über den Leipziger Opernball habe ich mich als Vize-Ministerpräsidentin und Gleichstellungsministerin des Freistaats Sachsen entschieden, meine Teilnahme an diesem Ball abzusagen“, erklärte Köpping. Lesen Sie auchLindemann stand vor zwei Jahren im Zentrum schwerer Vorwürfe. Mehrere Frauen hatten teilweise anonyme Anschuldigungen gegen ihn erhoben. Lindemann hatte die Vorwürfe vollständig zurückgewiesen. Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte im August 2023 ihre Ermittlungen gegen den Rockstar mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.epd/dpa/dol