PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBundeskriminalamt„Crime as a Service“ – Kriminelle Banden bieten zunehmend Geldwäsche anVeröffentlicht am 24.10.2025Lesedauer: 2 MinutenBundesinnenminister Alexander Dobrindt hat die Bundeslagebilder zur Organisierten Kriminalität und Rauschgiftkriminalität vorgestellt. Die Bereiche seien nicht zu trennen. „Es ist weiterhin eine hohe Alarmstufe“, so Dobrindt.Geldwäsche auf Bestellung: Spezialisierte kriminelle Banden schleusen immer mehr illegal erlangtes Vermögen von Kollegen in den legalen Wirtschaftskreislauf ein, warnt das Bundeskriminalamt. Innenminister Dobrindt will die Netzwerke „konsequent austrocknen“.Die Organisierte Kriminalität (OK) bietet immer mehr kriminelle Dienstleistungen an. „Immer häufiger werden OK-Gruppierungen festgestellt, die ihre kriminellen Handlungen als ‚Crime as a Service‘ anbieten“, heißt es im Bundeslagebild Organisierte Kriminalität 2024 des Bundeskriminalamtes (BKA) in Wiesbaden.„Die Professionalisierung auf bestimmte Aktivitäten wie beispielsweise im Bereich der Geldwäsche stellt zunehmend die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden vor Herausforderungen.“Diese Professionalisierung erleichtere hier einerseits den Kundengruppierungen der OK die Einschleusung von Geld aus kriminellen Aktivitäten in den legalen Wirtschaftskreislauf. Andererseits müssten diese Banden den Anbietern der Geldwäsche eine lukrative Provision zahlen. „Crime as a Service“ ist daher laut dem BKA insbesondere in diesem Bereich „für beide Seiten ausgesprochen attraktiv“.Lesen Sie auchInnenminister Alexander Dobrindt bezeichnete die Organisierte Kriminalität als eine der größten Bedrohungen für den Rechtsstaat. „Sie agiert brutal und skrupellos, weltweit – vom Drogenhandel über Geldwäsche bis zur Einflussnahme auf Entscheidungsträger“, sagte Dobrindt. „Diesen kriminellen Netzwerken muss man den Nährboden entziehen, indem man ihre Geldquellen konsequent austrocknet. Wer innerhalb dieser Strukturen nicht erklären kann, woher sein Vermögen kommt, soll es verlieren. Das ist ein Paradigmenwechsel.“Trotz Erfolgen der Strafverfolgungsbehörden hat sich nach den Angaben die von OK-Gruppierungen gewaschene Geldsumme deutlich erhöht: von 166 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 230,5 Millionen im Jahr 2024. Auffällig ist dem Bundeslagebild zufolge dabei die stark zugenommene Nutzung sogenannter Kryptomixer. Diese Dienste vermischen etwa Kryptowährungen, um so die Verbindungen zwischen Sendern und Empfängern zu verschleiern.dpa/jm
Geldwäsche: Kriminelle Banden bieten zunehmend „Crime as a Service“ an - WELT
Geldwäsche auf Bestellung: Spezialisierte kriminelle Banden schleusen immer mehr illegal erlangtes Vermögen von Kollegen in den legalen Wirtschaftskreislauf ein, warnt das Bundeskriminalamt. Innenminister Dobrindt will die Netzwerke „konsequent austrocknen“.






