PfadnavigationHomePanoramaLeuteEx-SPD-GeneralsekretärKühnert überrascht mit neuem Job bei Musik-MagazinVeröffentlicht am 22.10.2025Lesedauer: 2 MinutenNach seinem Rückzug aus der Politik meldet sich Kevin Kühnert nun als Autor zurück. Der frühere SPD-Generalsekretär wird zukünftig für das Popkultur-Magazin „Rolling Stone“ schreiben.Vor einem Jahr zog sich Kevin Kühnert aus der Politik zurück. Nun meldet sich der ehemalige SPD-Generalsekretär mit einem neuen Job zurück. Und teilt in diesem gegen Markus Söder und dessen Essgewohnheiten aus.Kevin Kühnert hat einen neuen Job: Der ehemalige SPD-Generalsekretär, Bundestagsabgeordnete und Juso-Chef wird künftig für das Magazin „Rolling Stone“ eine zweiwöchige Kolumne schreiben – unter dem Titel „Teilnehmende Beobachtung“. Die erste Ausgabe erscheint am Freitag.Seine erste Beobachtung gilt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Kühnert sieht die Selbstinszenierung des CSU-Chefs als Ausdruck konservativer Identitätspolitik. „Söder inszeniert sich als Lordsiegelbewahrer einer bayerischen Lebensweise, die er selbst sorgsam kuratiert“, schreibt Kühnert. „Das ist billige Identitätspolitik – und niemand sollte mehr in diese Wurstfalle tappen.“Der Sound erinnert an Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), der Söder „fetischhaftes Wurstgefresse“ vorgehalten hatte. Kühnert hält die Wurststand- und Volksfestfotos des Bayern für ein politisches Statement, so der Sozialdemokrat.Kühnert: Söder betreibt Tourismusmarketing mit WurstfotosEr beschreibt den CSU-Chef als auf Instagram dauerpostenden Landesfürsten, der bayerische Identität zur politischen Marke formt: „Der frühere TV-Redakteur Söder schafft es, eine Brettljause zu präsentieren, als handele es sich dabei um ein milliardenschweres Investitionspaket.“ In Wahrheit sei das jedoch nur „Tourismusmarketing, versetzt mit gelegentlichen politischen Inhalten“.Der Politiker Söder funktioniere in der Öffentlichkeit wie das Large Language Model von ChatGPT, so Kühnert. „Auf Grundlage von Berechnungen wird ermittelt, wie sich ein Mensch zu einer Frage oder einem Sachverhalt vermutlich verhalten würde.“ Doch wer Markus Söder „mal im Real Life getroffen habe, der merkt schnell, dass Herzlichkeit und Gemütlichkeit hier ungefähr so echt sind wie die Kulissen der Bavaria Filmstudios“.Lesen Sie auchZugleich zeigt Kühnert auch einen gewissen Respekt vor der cleveren Inszenierungskunst des Bayern: „A Hund bist fei scho, Markus!“Kühnert trat am 7. Oktober 2024 von seinem Posten als SPD-Generalsekretär zurück und auch nicht mehr als Abgeordneter für die Bundestagswahl im Februar an. Er begründete seinen Rückzug mit gesundheitlichen Gründen und einer öffentlichen Bedrohung, unter anderem von Neonazis und Corona-Leugnern.Das Magazin „Rolling Stone“ widmet sich Rockmusik, aber auch Popkultur. Die deutsche Ausgabe entstand 1994. Sie erscheint bei Mediahouse GmbH in Berlin, an der der Verlag Axel Springer, zu der auch WELT gehört, mit 20 Prozent beteiligt ist.sebe