PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastTrauer verstehen – So unterschiedlich verarbeiten wir VerlusteVeröffentlicht am 22.10.2025Lesedauer: 3 MinutenTrauer trifft früher oder später jeden Menschen – doch kaum jemand ist vorbereitet. Was geschieht, wenn ein geliebter Mensch stirbt? Warum gehen wir so unterschiedlich mit Trauer um? Und warum ist der oft gegebene Ratschlag, „loszulassen“, nicht nur unpassend, sondern sogar schädlich?Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage, ob Kaffeesatz ein guter Dünger für Blumen ist. Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um den Umgang mit Trauer – ein Thema, das gesellschaftlich oft gemieden wird. Dr. Alexander Kirchner, Psychologe und Trauerbegleiter in Augsburg, erläutert, wie Menschen Verluste verarbeiten und was ihnen im Trauerprozess helfen kann.Warum wir Trauer verlernen – und darunter leidenIn modernen Gesellschaften findet Sterben oft im Verborgenen statt. Der Tod ist aus dem Alltag verschwunden – mit weitreichenden Folgen: Viele Menschen wissen im Ernstfall nicht, wie sie trauern oder wie sie anderen in ihrer Trauer begegnen sollen. Dabei ist Trauer eine natürliche Reaktion auf Verlust. Sie folgt keinem festen Muster, sondern verläuft individuell – wie auch jede Beziehung einzigartig ist.Frühere Phasenmodelle der Trauer gelten heute als überholt. Statt linearer Abläufe sprechen Fachleute von Wellenbewegungen: Trauer verläuft in Schwankungen zwischen Schmerz, Erinnerung und dem Versuch, im Alltag wieder Fuß zu fassen. Typische Gefühle reichen von Schock über Schuld bis hin zu Erleichterung – auch das kann dazugehören, etwa wenn Leiden endet. Entscheidend ist nicht das Loslassen, sondern das Weiterleben mit der inneren Präsenz des Verstorbenen.Wie Trauer gelingt – und worauf Angehörige achten solltenKinder trauern oft in kurzen, wechselnden Episoden, Erwachsene dagegen eher anhaltend und mit Blick auf ihre Verantwortung. Besonders junge Erwachsene erleben häufig ein Spannungsfeld zwischen Ablösung vom Elternhaus und neuer Nähe, wenn ein Elternteil stirbt.Trauer braucht Zeit und Raum – nicht schnelle Lösungen. Gespräche, Schreiben, Rituale oder Bewegung können helfen. Auch digitale Angebote und Gruppen bieten Unterstützung. Angehörige sollten vor allem präsent sein – auch ohne Worte. Übergriffige Erwartungen oder gut gemeinte Aufforderungen wie „Du musst loslassen“ können dagegen zusätzlichen Druck erzeugen.Wann professionelle Trauerbegleitung sinnvoll ist, welche Formen sie annehmen kann und was sie bewirkt – all das erfahren Sie in der Podcast-Folge.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.