PfadnavigationHomePolitikDeutschlandChristina StumppCDU-Politikerin rudert bei eigenem Interview zurück – noch vor VeröffentlichungVeröffentlicht am 21.10.2025Lesedauer: 2 MinutenCDU-Vize-Generalsekretärin Stumpp betont nach einem Interview die Fehlerfreiheit im Umgang mit der AfD, während der Mittelstand laut Umfrage der Bundesregierung Reformunfähigkeit vorwirft. Darüber und über weitere Themen des Tages spricht WELT-TV-Redakteur Sebastian Vorbach bei „Meine WELT – Meine Meinung“.Noch vor Veröffentlichung hat die CDU-Vize-Generalsekretärin Christina Stumpp Teile aus einem mit ihr geführten Interview dementiert. Sie habe die Frage missverstanden, so die Politikerin. Gefragt wurde nach der Tolerierung einer von der AfD geführten Minderheitsregierung durch die CDU.CDU-Vize-Generalsekretärin Christina Stumpp hat die Tolerierung einer von der AfD geführten Minderheitsregierung in einem Interview grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Auf die Frage, ob das Tolerieren einer Regierung als Zusammenarbeit zu betrachten sei, antwortete Stumpp im „Berlin Playbook Podcast“ von „Politico“ mit „Nein“.Auf Nachfrage, ob Tolerieren also okay wäre, antwortete Stumpp: „Das habe ich nicht gesagt. Sie möchten mich jetzt in eine bestimmte Ecke drängen, das mache ich da nicht mit“. Sie beschrieb die roten Linien der CDU wie folgt: „Für uns ist klar, es gibt keine Zusammenarbeit, keine Koalition und wir werden unsere Inhalte nach vorne stellen, um das Land voranzubringen“, so die Bundestagsabgeordnete. Lesen Sie auchZur Lage in Sachsen-Anhalt, wo aktuell die AfD in den Umfragen deutlich vorn liegt, sagte Stumpp: „Wir kämpfen bis zum Wahltag für CDU pur und dafür, dass wir stärkste Kraft werden.“ Erst danach werde entschieden, „mit wem wir koalieren und wie es dann auch weitergeht“.Stumpp hatte bereits am Montagabend auf X unter Bezug auf das Interview geschrieben, es könne der Eindruck entstehen, sie würde eine Tolerierung der AfD durch die CDU befürworten. „Das ist falsch, ich hatte die Frage missverstanden“, so die Bundestagsabgeordnete. Für die CDU gelte: „Keine Zusammenarbeit mit Extremisten.“ Das Interview erschien am Dienstag.Die Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang kommentierte mit einer wohl ironisch gemeinten Spitze: „Kann bei so langen und intensiven Formaten mal passieren. Vor allem bei Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Außer halt: Nein.“ Das Gespräch mit Stumpp bei „Politico“ fand im Rahmen eines 200-Sekunden-Interviews statt, wie es regelmäßig im Podcast geführt wird.lay