PfadnavigationHomeRegionalesHamburgUmweltminister mahnt„In Zeiten des Klimawandels müssen wir beim Küstenschutz besonders am Ball bleiben“Veröffentlicht am 20.10.2025Lesedauer: 2 MinutenDieses Bild zeigt Scharbeutz zwei Wochen nach der verheerenden FlutQuelle: Bertold FabriciusDie Sturmflut vom Oktober 2023 verwüstete die Ostseeküste: Pegelrekorde in Flensburg, zerstörte Promenaden in Travemünde und am Timmendorfer Strand, Millionen-Schäden in Häfen und Ferienorten. Nun sind alle Deiche wieder hergestellt und viele ertüchtigt.Zwei Jahre nach der Ostseesturmflut vom Oktober 2023 sind die Reparaturarbeiten nach Angaben von Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) abgeschlossen. Die wiederhergestellten Deiche gewährleisteten eine höhere Sicherheit als vor der dieser Sturmflut. Das Ereignis vor zwei Jahren habe eindringlich bewusst gemacht, welche Bedeutung die Sicherung der Küsten habe, so Goldschmidt.Die Landesregierung hatte Wasser- und Bodenverbände sowie Gemeinden bei der Wiederherstellung von beschädigten Regionaldeichen und Küstenschutzanlagen unterstützt. Die Förderung betrug in der Regel 90 Prozent der Kosten. Alle geförderten Maßnahmen seien abgeschlossen. Lesen Sie auchDie Ostseesturmflut vom 20. und 21. Oktober 2023 gilt als die schwerste seit fast 150 Jahren. Ausgelöst durch das Sturmtief „Babet“ und ein blockierendes Hoch über Skandinavien, drückten lang anhaltende Ostwinde gewaltige Wassermassen in die westliche Ostsee. In Flensburg erreichte der Pegel 2,27 Meter über dem mittleren Wasserstand – ein Wert, der seit der „Jahrtausendflut“ von 1872 nicht mehr gemessen wurde. Über 53 Stunden blieb das Wasser mehr als einen Meter hoch, neun Stunden sogar über zwei Meter. Die Folge: überflutete Straßen, zerstörte Hafenanlagen und zahlreiche Deichbrüche.Die Lübecker Bucht traf es hartHart traf die Sturmflut auch die Lübecker Bucht. In Travemünde wurde die Promenade und Hafenanlagen überflutet, Stege und Molen beschädigt. In Timmendorfer Strand und Niendorf spülte die See große Mengen Sand fort und beschädigte die Kurpromenade; selbst Laternen, Fahnenmasten und Steganlagen mussten erneuert werden. Auch in Scharbeutz und Haffkrug entstanden schwere Schäden an touristischer Infrastruktur und Marinas, zahlreiche Boote wurden auf Land gespült oder sanken. Löcher in Dünen und Deichen verschärften die Lage, sodass Gemeinden wochenlang mit Aufräumarbeiten beschäftigt waren und bis zu 20.000 Kubikmeter Sand für die Strände heranschaffen mussten.Lesen Sie auchDie Schäden waren enorm. In Schleswig-Holstein wurden sie auf rund 200 Millionen Euro für die öffentliche Hand geschätzt. Hinzu kamen die Schäden, die Privatleute zu tragen hatten, etwa an Booten. Rund 30 Millionen Euro hieß es wenige Tage nach der verheerenden Flut. Experten warnen, dass solche Extremereignisse künftig häufiger auftreten könnten – nicht zuletzt, weil der Meeresspiegel heute rund 20 Zentimeter höher liegt als vor der Industrialisierung. Goldschmidt richtet den Blick in die Zukunft: „In Zeiten des Klimawandels müssen wir in Schleswig-Holstein beim Küstenschutz ganz besonders am Ball bleiben.“ In vielen Kommunen entstünden Hochwasserschutzkonzepte für die Gegebenheiten vor Ort.„Wir unterstützen dabei mit Informationen und Beratung. Die vor uns liegenden Jahrzehnte werden Jahrzehnte der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Wir dürfen beim Klimaschutz nicht nachlassen, damit es nicht noch schlimmer wird.“lno/juve
Umweltminister mahnt: „In Zeiten des Klimawandels müssen wir beim Küstenschutz besonders am Ball bleiben“ - WELT
Die Sturmflut vom Oktober 2023 verwüstete die Ostseeküste: Pegelrekorde in Flensburg, zerstörte Promenaden in Travemünde und am Timmendorfer Strand, Millionen-Schäden in Häfen und Ferienorten. Nun sind alle Deiche wieder hergestellt und viele ertüchtigt.






