PfadnavigationHomePanoramaLissabonVerbindungskabel bei Seilbahnunglück mit 16 Toten entsprach nicht den NormenVeröffentlicht am 20.10.2025Lesedauer: 2 MinutenPolizisten im September vor der verunglückten StandseilbahnQuelle: Armando Franca/AP/dpaEin Waggon der berühmten Standseilbahn in Lissabon entgleiste Anfang September und zerschellt an einer Hauswand. 16 Menschen sterben bei dem Unglück. Nun geben die Behörden bekannt, dass sich das Verbindungskabel löste, weil es nicht den Normen entsprach.Mehr als einen Monat nach dem Standseilbahn-Unglück in Lissabon mit 16 Toten haben die Behörden weitere Einzelheiten zur Unglücksursache bekanntgegeben. Das Verbindungskabel zwischen den beiden Waggons der Bahn, das sich damals gelöst hatte, entsprach vorläufigen Erkenntnissen zufolge nicht den Normen, wie die zuständige Untersuchungsbehörde am Montag mitteilte. Der seit 2022 verwendete Seiltyp sei weder für Personenbeförderungsanlagen zertifiziert noch für Standseilbahnen wie die Unglücksbahn Glória geeignet gewesen, stand in einem vorläufigen Untersuchungsbericht des Amts für die Verhütung und Untersuchung von Unfällen in der Zivilluftfahrt und im Schienenverkehr (GPIAAF). Die Behörde empfahl außerdem, dass alle Standseilbahnen in der portugiesischen Hauptstadt weiterhin außer Betrieb bleiben sollten.Zunächst solle sichergestellt werden, dass sie über Seilbefestigungs- und Bremssysteme verfügen, „die die Kabinen im Falle eines Seilbruchs zum Stillstand bringen können“, hieß es.Lesen Sie auchEin Waggon der bei Touristen beliebten Gloria-Standseilbahn war Anfang September in einer Kurve entgleist und gegen ein Haus geprallt. Bei dem Unglück kamen fünf Portugiesen und elf Ausländer ums Leben.Die Gloria-Standseilbahn besteht aus zwei durch ein unterirdisches Kabel verbundenen Waggons, die durch ein Gegengewicht-System einen steilen Hang in Lissabon hinauf- und hinabfahren. Den Ermittlern zufolge waren die beiden Waggons an jenem Abend gerade von ihren Stationen am Fuße und am oberen Ende der Straße abgefahren, als sich das Verbindungskabel zwischen ihnen plötzlich löste.Kabel sollte erst in knapp neun Monaten ausgetauscht werdenBei der Untersuchung des Wracks im September war bereits festgestellt worden, dass das Kabel, das die beiden Wagen verbindet, an seinem Befestigungspunkt im oberen Teil des Unglückswagens nachgegeben hatte.Lesen Sie auchDas verwendete Kabel bestehe aus sechs Strängen mit je 36 Stahldrähten und einem Faserkern mit einem Gesamtdurchmesser von 32 Millimetern. Die Bruchlast beträgt etwa 68 Tonnen. Der Kabeltyp werde in dieser Standseilbahn seit etwa sechs Jahren verwendet.Die veranschlagte Lebensdauer eines solchen Kabels liege bei 600 Tagen. Das zum Unfallzeitpunkt vorhandene Kabel sei erst seit 337 Tagen im Einsatz gewesen, ging aus dem vorläufigen Bericht hervor.afp/saha
Lissabon: Verbindungskabel bei Seilbahnunglück mit 16 Toten entsprach nicht den Normen - WELT
Ein Waggon der berühmten Standseilbahn in Lissabon entgleiste Anfang September und zerschellt an einer Hauswand. 16 Menschen sterben bei dem Unglück. Nun geben die Behörden bekannt, dass sich das Verbindungskabel löste, weil es nicht den Normen entsprach.









