PfadnavigationHomePanoramaLangenscheidt-VerlagDas ist das Jugendwort des JahresVeröffentlicht am 18.10.2025Lesedauer: 2 Minuten„Das crazy“ ist zum Jugendwort des Jahres gewählt worden. Das teilte der Langenscheidt-Verlag mit. Es sei eine „Allzweckwaffe der Sprachlosigkeit“ und eine Alternative zu einem „okay“.Der Einfluss des Englischen zeigt sich auch im Jugendwort des Jahres: „das crazy“. Genutzt wird es als Alternative zu „okay“ oder wenn man nicht ausführlicher antworten möchte.„Das crazy“ ist zum Jugendwort des Jahres gewählt worden. Das teilte der Langenscheidt-Verlag am Samstag auf der Frankfurter Buchmesse mit. Als „Allzweckwaffe der Sprachlosigkeit“ und als Alternative zu einem „okay“ werde „Das crazy“ immer dann eingesetzt, wenn keine passendere Antwort einfällt, man nicht ausführlicher antworten oder einfach nur höflich bleiben wolle, hieß es dazu.Auf den Plätzen zwei und drei folgen das Verb „goonen“ und der Ausdruck „checkst du“. „Goonen“ ist demnach ein Slangwort für Selbstbefriedigung. „Checkst Du“ dient als Variante für „Verstehst du?“„Die diesjährige Wahl zeigt erneut den ungebrochenen Einfluss der englischen Sprache und den Trend zum Verkürzen“, kommentierte Nikolas Hoenig, Head of Marketing von PONS Langenscheidt, das Ergebnis. Berücksichtigt wurden Einsendungen junger Menschen im Alter von 11 bis 20 Jahren.Die Ergebnisse im Überblick „Das crazy“: 35,7 Prozent „Goonen“: 35,5 Prozent„Checkst du“: 28,2 ProzentDas Jugendwort des Jahres gibt es seit 2008. Im Vorjahr war „Aura“ gewählt worden. Der Begriff umschreibt scherzhaft besondere, aber nicht immer positive Eigenschaften einer Person. 2023 hatte „goofy“ das Rennen gemacht. Es beschreibt eine tollpatschige, alberne Person oder Verhaltensweise. Erst seit 2020 dürfen nur Jugendliche im Alter zwischen 11 und 20 Jahren das Jugendwort des Jahres wählen. Lesen Sie auchAber wie prägt Jugendsprache die Gesellschaft - und sind es tatsächlich nur die Jüngeren, die so sprechen? Auch Erwachsene nutzen teils Jugendsprache, „aber das wirkt dann oft anbiedernd“, sagte Germanist Bahlo. Klar sei aber auch, dass die Jugendsprache die Sprache der Gesellschaft mittelfristig beeinflusse. „Unsere heutige Umgangssprache ist geronnene Jugendsprache der letzten Dekaden“, betonte der Forscher. Das sehe man an Worten wie toll oder krass, die einst pure Jugendsprache gewesen seien.KNA/dpa/jm