PfadnavigationHomePolitikDeutschlandNeue Insa-UmfrageAfD erreicht in Sachsen-Anhalt 40 Prozent – CDU müsste mit Linke, SPD und BSW koalierenVeröffentlicht am 16.10.2025Lesedauer: 2 MinutenIn einer neuen INSA-Umfrage erreicht die AfD in Sachsen-Anhalt mit 40 Prozent einen neuen Rekordwert. Die CDU rutscht auf 26 Prozent ab. Eine Mehrheit gegen die AfD wäre nur durch ein Viererbündnis von CDU, SPD, Linke und BSW möglich.Rekordwerte für die AfD in Sachsen-Anhalt: Laut einer neuen Insa-Umfrage erreicht die Partei ihren bislang höchsten Wert mit 40 Prozent. Die CDU stürzt auf 26 Prozent ab. Eine Mehrheit gegen die AfD wäre nur durch ein Vierer-Bündnis von CDU, SPD, Linke und BSW möglich.Die AfD erreicht ein Jahr vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ihren bislang höchsten Umfragewert und kommt in der Wählergunst aktuell auf 40 Prozent, wie das Meinungsforschungsinstitut Insa für das Portal „Nius“ ermittelte. Die den Ministerpräsidenten stellende CDU erreicht demnach 26 Prozent. Dahinter folgen die Linke (11 Prozent), SPD (6), BSW (6), FDP (3) und Grüne (3).Im Vergleich zur letzten Insa-Erhebung vom Juni legt die AfD damit um ganze zehn Punkte zu. Die CDU hatte im Sommer noch bei 34 Prozent gelegen und verlor jetzt acht Punkte.Die Insa-Umfrage im Überblick:AfD: 40 Prozent (+10)CDU: 26 Prozent (-8)SPD: 6 Prozent (-1)Grüne: 3 Prozent (+-)Linke: 11 Prozent (+-)BSW: 6 Prozent (-2)FDP: 3 Prozent (+1)Sonstige: 5 Prozent (+-)In einer Anfang September veröffentlichten Infratest-dimap-Umfrage im Auftrag des MDR hatte die AfD bereits stark zugelegt und lag bei 39 Prozent – die CDU bei 27 Prozent.Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) zuletzt erneut aus. Eine Mehrheit ohne die AfD wäre für die CDU dem Umfrageergebnis zufolge rein rechnerisch nur noch in einem Vierer-Bündnis mit SPD, BSW und der Linken möglich. Eine Koalition oder ähnliche Form der Zusammenarbeit hat die CDU per Parteitagsbeschluss allerdings sowohl mit der AfD wie mit der Linken ausgeschlossen.Spitzenkandidaten von CDU und AfD fast gleichaufDer seit 2011 amtierende Ministerpräsident Haseloff tritt für die Wahl nicht wieder an. Anfang August schlug er CDU-Landeschef und Wirtschaftsminister Sven Schulze als Spitzenkandidaten vor, er soll bei der CDU-Listenaufstellung am 1. November formell gekürt werden.Im nur theoretischen Fall einer Direktwahl des nächsten Ministerpräsidenten käme es laut der Umfrage aktuell zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund und CDU-Mann Schulze: Mit 22 Prozent liegt Siegmund dabei einen Prozentpunkt vorn.Lesen Sie auchWahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge.Für die Insa-Umfrage wurden 1000 Personen zwischen dem 7. und 14. Oktober befragt.dpa/cvb