PfadnavigationHomeKulturUrheberrecht und KIDer Kampf gegen den „geistigen Vampirismus“Von Mladen GladićVeröffentlicht am 15.10.2025Lesedauer: 7 MinutenWer hat’s geschrieben?Quelle: Getty Images/Aitor DiagoKulturminister Wolfram Weimer spricht auf der Frankfurter Buchmesse von „digitalem Kolonialismus“. Wie aber wappnen sich Verlage und Politik in Deutschland gegen die illegale Verwendung von Literatur durch KI-Unternehmen aus den USA und China? Wir haben nachgefragt.Salman Rushdie hat nie einen Chatbot benutzt. Angst müssten Autoren aber auch nicht haben vor der Künstlichen Intelligenz (KI), sagte er im Juni beim walisischen Hay Festival. Doch Vorsicht: „Sollte es je ein lustiges Buch von ChatGPT geben, sind wir verloren“, zitiert ihn der „Guardian“.
Witzig? Für Sarah Silverman wohl kaum. Die US-Komikerin beteiligte sich 2023 an zwei Sammelklagen gegen Chatbot-Anbieter. Dabei ging es nicht darum, dass eine KI, also ein sogenanntes großes Sprachmodell (LLM), einen Witz à la Silverman machen kann (kann sie). Sondern warum. Nämlich nur, weil sie auf Silvermans Texte und Filme im Netz zugegriffen hat. Doch die Beklagten hätten ihre LLMs ohne Einverständnis der Rechteinhaber mit deren Daten trainiert. Oder, pikanter, mit Material aus sogenannten Schattenbibliotheken – Library Genesis etwa bietet kostenlosen Zugriff auf Millionen Texte.






