PfadnavigationHomePanoramaGüstrowKinderleiche bei Suche nach achtjährigem Fabian gefunden – Polizei geht von Gewaltverbrechen ausVeröffentlicht am 14.10.2025Lesedauer: 3 MinutenNach dem Fund einer Kinderleiche geht die Polizei davon aus, dass es sich um den vermissten achtjährigen Fabian handelt. Angaben zum Zustand der Leiche macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. „Mit weiteren Erkenntnissen müssen wir uns noch etwas gedulden“, sagt der Sprecher der Polizei Rostock bei WELT TV.Tagelang wurde nach dem achtjährigen Fabian aus Güstrow gesucht. Nun ist in einem Waldstück eine Kinderleiche gefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um den vermissten Grundschüler handelt – und dass er Opfer eines Verbrechens geworden ist.Nach dem Fund einer Kinderleiche in einem Waldstück bei Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern gehen die Ermittler von einem Verbrechen aus. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist von einem Fremdverschulden auszugehen“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Rostock mit. Demnach handelt es sich bei der Leiche nach ersten Erkenntnissen um den seit Freitag vermissten Achtjährigen aus Güstrow, nach dem seither großflächig gesucht wurde.Nach Angaben der Ermittler wurde das tote Kind am Dienstagvormittag von einem Zeugen in einem Wald bei Klein Upahl südwestlich von Güstrow entdeckt und gemeldet. Derzeit führe die Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft. Auch eine abschließende rechtsmedizinische Identifizierung stehe noch aus, hieß es. Es gab demnach aber keine Zweifel mehr an der Identität der Leiche.„Die Mutter des Vermissten wurde informiert und wird durch speziell geschultes medizinisches Personal betreut“, erklärten die Ermittler weiter. Weitere Angaben zum Stand der Ermittlungen, der Art des im Raum stehenden Verbrechens und etwaigen Verdächtigen machten sie zunächst nicht.Zum Zustand der Leiche wollte die Polizei keine weiteren Angaben machen, um kriminalpolizeiliche Ermittlungen nicht zu gefährden. „Mit weiteren Erkenntnissen diesbezüglich müssen wir uns noch etwas gedulden“, so ein Sprecher gegenüber WELT. Die Ermittlungsmaßnahmen seien umfangreich. Sämtliches Spurenmaterial werde nun gesichert. „Darüber hinaus werden wir möglicherweise sogar noch weitere Spezialhunde einsetzen, die gegebenenfalls auch Fährten überprüfen können“, sagte der Sprecher zum weiteren Verlauf der Ermittlungen.Am vergangenen Freitagabend hatte die Mutter laut Polizei den Jungen vermisst gemeldet. Er war demnach nicht zur vereinbarten Zeit nach Hause gekommen. Daraufhin suchten zahlreiche Einsatzkräfte fieberhaft in und um Güstrow in der Mitte von Mecklenburg-Vorpommern nach dem Grundschüler. Lesen Sie auchEs war zunächst vermutet worden, der Junge habe am Tag seines Verschwindens zu seinem Vater fahren wollen. Spürhunde hatten die Spur des Jungen laut Polizei bis zum Güstrower Busbahnhof verfolgt. An einer Bushaltestelle in der Nähe von Zehna, wo der Vater lebt, habe der Hund wieder angesetzt, hieß es am Wochenende. Der Hund habe dort eine Fährte gefunden, die sich dann in dem nahegelegenen Wald erst einmal verloren habe.Am Montagabend schlugen laut Polizei mehrere Leichenspürhunde unabhängig voneinander auf dem Inselsee am Stadtrand an. Am Dienstag suchten Taucher das Areal in Ufernähe ab – sie fanden allerdings nichts.Trauergottesdienst geplantMecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) reagierte erschüttert auf den Tod des Jungen. „Mein Herz ist bei seiner Familie und allen, die ihn geliebt haben“, erklärte sie. Die Nachricht mache sie „tief traurig“. Sie wünsche allen Betroffenen „viel Kraft in dieser unfassbar schweren Zeit“.Auch der Güstrower Bürgermeister zeigte sich bestürzt von dem Fund der Leiche. „Die Güstrower sind entsetzt, fassungslos und traurig“, wurde Sascha Zimmermann (FDP) in einer Mitteilung zitiert. Er sei in Gedanken bei der Familie und den Angehörigen. „Den Einsatzkräften und allen Helfern danke ich für ihre unermüdliche Suche. Güstrow muss jetzt zusammenhalten!“Für Dienstagabend ist seiner Aussage nach ein Trauergottesdienst in der Güstrower Pfarrkirche St. Marien geplant. dpa/AFP/rct/jho
Achtjähriger Fabian vermisst – Polizei geht nach Fund von Kinderleiche von Gewaltverbrechen aus - WELT
Tagelang wurde nach dem achtjährigen Fabian aus Güstrow gesucht. Nun ist in einem Waldstück eine Kinderleiche gefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um den vermissten Grundschüler handelt – und dass er Opfer eines Verbrechens geworden ist.










