PfadnavigationHomeRegionalesHamburg„Dooring“-UnfallNach dem Tod von Wanda Perdelwitz wird jetzt gegen einen Beifahrer ermitteltVeröffentlicht am 13.10.2025Lesedauer: 2 MinutenAm Sonntag gab es in Hamburg eine Mahnwache als Reaktion auf den Tod der prominenten RadfahrerinQuelle: Marcus Golejewski/dpaBei einem Unfall in Hamburg ist die „Großstadtrevier“- und „Traumschiff“-Schauspielerin gestorben. Gegen einen 28-Jährigen wird jetzt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.Nach dem Tod der Schauspielerin Wanda Perdelwitz bei einem Unfall in Hamburg ermittelt die Polizei jetzt gegen den Beifahrer des Unfall-Wagens wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Ein 28-jähriger Beifahrer hatte den Ermittlungen zufolge am 28. September im Hamburger Stadtteil Rotherbaum die Tür eines haltenden Transporters von innen geöffnet - mutmaßlich ohne auf den Radverkehr zu achten. Die 41-Jährige sei dabei mit ihrem Fahrrad gegen die Tür geprallt, schwer verletzt worden und später im Krankenhaus an den Folgen des sogenannten Dooring-Unfalls gestorben. Mahnwache in HamburgMit einer Mahnwache haben Hunderte Menschen in Hamburg an den tödlichen Unfall einer Radfahrerin erinnert. Bei der Kundgebung setzten sich die Teilnehmer am Nachmittag auf die Straße, auf der Ende September eine Radfahrerin durch eine geöffnete Autotür zu Fall gekommen war. Später starb die Frau im Krankenhaus an ihren Verletzungen. Berichten zufolge handelte es sich dabei um die Schauspielerin Wanda Perdelwitz, die nach Angaben des NDR im Alter von 41 Jahren an den Folgen eines Verkehrsunfalls in Hamburg starb.Lesen Sie auchDas Lagezentrum der Polizei erklärte, rund 800 Menschen hätten an der Mahnwache teilgenommen. Am Unfallort wurde ein weißes Fahrrad aufgestellt, ein sogenanntes Geisterrad, das mit Blumen geschmückt wurde. Auch Kerzen wurden angezündet. Der ADFC Hamburg hatte zu der Mahnwache aufgerufen. Sogenannte „Dooring-Unfälle“, bei denen Radfahrer mit plötzlich geöffneten Autotüren kollidieren, nähmen zuletzt spürbar zu, sagt Dirk Lau, der Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Hamburg.Die beiden jüngsten tödlichen Unfälle mit Radfahrerinnen in der Hansestadt seien auf „Dooring“ zurückzuführen. Zuvor waren laut ADFC vor allem abbiegende Lastwagen Auslöser tödlicher Zusammenstöße. „Wir fordern, dass die Radwege deutlich von der Fahrbahn für Autos getrennt werden“, sagt der ADFC-Sprecher. Auch eine stärkere Verkehrsberuhigung sei dringend nötig.jlau