PfadnavigationHomeRegionalesHamburgTat im Stadtpark100 Messerstiche und die Lust zu töten – Anklage wirft zwei Jugendlichen heimtückischen Mord vorVeröffentlicht am 10.10.2025Lesedauer: 2 MinutenDie Hamburger Polizei bei einem Einsatz im Hamburger Stadtpark (Symbolbild).Quelle: picture alliance / ABBfotoEin 18- und ein 19-Jähriger müssen sich wegen Mordes vor Gericht verantworten. Einer der Angeklagten soll gar aus Mordlust gehandelt haben. Der brutale Fall beschäftigt die Große Jugendkammer – und wirft Fragen nach den Hintergründen der Tat auf.Es war ein trüber Donnerstagnachmittag im April, als Spaziergänger im Hamburger Stadtpark auf eine grausame Entdeckung stießen: Im Gebüsch nahe dem im Sommer beliebten Planschbecken lag der leblose Körper eines 18-jährigen Jugendlichen – übersät mit Stichverletzungen. Laut Anklageschrift gegen die beiden mutmaßlichen Täter, die am Freitag bekannt geworden ist, zählte die Polizei später mehr als 100 Messerstiche. Offenbar waren sie gezielt auf Kopf, Hals und Unterkörper gerichtet. In der kommenden Woche beginnt der Prozess gegen die beiden jungen Deutschen, die sich vor der Großen Jugendkammer des Landgerichts Hamburg wegen gemeinschaftlichen heimtückischen Mordes verantworten müssen. Einer der Angeklagten ist 19 Jahre alt, der andere 18.Die Anklage wirft ihnen vor, das Opfer am Abend des 16. April 2025 bewusst in den Stadtpark gelockt, es dort mit Alkohol abgefüllt und anschließend brutal getötet zu haben. Der junge Mann sei alkoholbedingt nicht in der Lage gewesen, sich zu wehren oder mit einem Angriff zu rechnen – ein zentraler Punkt für den Vorwurf der Heimtücke.Lesen Sie auchBesonders schwer wiegt der Verdacht gegen den älteren der beiden Angeklagten: Er soll aus Mordlust gehandelt haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Bereits im Vorfeld habe er sich mit „der Tötung eines Menschen als solchem beschäftigt und verschiedene diesbezügliche Varianten im Freundeskreis erörtert“.Die Ermittlungen ergaben, dass sich Täter und Opfer kannten. Wie mehrere Medien berichteten sollen sich die drei in der Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Eppendorf kennengelernt haben, wo sie wegen Problemen behandelt worden waren. Die beiden mutmaßlichen Täter wurden am Osterwochenende festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft.Da es sich bei den Angeklagten um Heranwachsende handelt, kann die Öffentlichkeit vom Verfahren ausgeschlossen werden.juve