PfadnavigationHomePolitikAuslandNahost-KonfliktFreilassung begonnen – Sieben Geiseln wieder in israelischer Obhut – „Krieg ist vorbei“, sagt TrumpVeröffentlicht am 13.10.2025Lesedauer: 7 MinutenDie ersten sieben von der Hamas freigelassenen Geiseln sind vom Roten Kreuz an das israelische Militär übergeben worden. US-Präsident Trump ist in Tel Aviv gelandet. Unsere Reporter Paul Ronzheimer, Sarah Cohen-Fantl und Steffen Schwarzkopf berichten.Im Gazastreifen hat die Freilassung erster Geiseln begonnen. Nach über zwei Jahren in der Gewalt der Hamas wurden laut israelischen Medien sieben Menschen dem Roten Kreuz übergeben. Weitere Freilassungen sind angekündigt. Mehr im Liveticker.Israel und die Terrororganisation Hamas stimmten in einem als „historisch“ gefeierten Moment der ersten Phase des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump zu. Der Austausch israelischer Geiseln und palästinensischer Gefangener läuft.+++ Der Liveticker ist beendet. Den neuen Liveticker finden Sie hier +++08:22 Uhr – Israel: Rotes Kreuz überstellt Geiseln an MilitärDie sieben freigelassenen Hamas-Geiseln sind in israelischer Obhut. Das Rote Kreuz habe sie an die Armee übergeben, teilt ein Vertreter des israelischen Militärs mit.08:10 Uhr – Medienbericht deutet gesundheitlichen Zustand der Geiseln anDer TV-Sender N12 berichtet, alle sieben Geiseln befänden sich in Fahrzeugen des Roten Kreuzes im Gazastreifen. Sie sollten bald der israelischen Armee übergeben werden. Alle hätten sich aus eigener Kraft in die Autos bewegen können.07:51 Uhr – Jubel in Israel nach Beginn der Geisel-FreilassungIn Israel haben Berichte über die Freilassung der ersten sieben von der islamistischen Hamas im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln für riesige Erleichterung und Freude gesorgt. Auf dem „Platz der Geiseln“ im Zentrum der Küstenmetropole Tel Aviv brach am Morgen unter Tausenden dort versammelten Menschen Jubel aus. Bei den sieben der vor mehr als zwei Jahren aus Israel entführten Menschen handelt sich demnach um Alon Ohel, Matan Angrest, Guy Gilboa-Dalal, Eitan Mor, Gali und Ziv Berman sowie Omri Miran. Alon Ohel, Gali und Ziv Berman sind auch Deutsche. Eine zweite Freilassungsrunde wird um 10.00 Uhr (9.00 Uhr MESZ) erwartet.07:14 Uhr – Die ersten sieben Geiseln wurden offenbar freigelassenDie ersten sieben Geiseln, die heute freigelassen werden sollen, befinden sich israelischen Berichten zufolge in der Obhut des Roten Kreuzes.Von israelischer Seite lag zunächst keine Stellungnahme über ihren Gesundheitszustand vor. 07:10 Uhr – Rotes Kreuz beginnt „mehrphasige Operation“Das Rote Kreuz teilt mit, dass es eine „mehrphasige Operation“ zur Überwachung der Geisel-Freilassung gestartet hat.06:52 Uhr – „Rotes Kreuz“ auf dem Weg zur Geisel-ÜbergabeDas israelische Militär teilt mit, dass das Rote Kreuz unterwegs ist, um mehrere Geiseln zu befreien, die von der Hamas im nördlichen Gazastreifen festgehalten werden.06:18 Uhr – Hamas veröffentlicht Namen von 20 GeiselnDie Hamas veröffentlicht die Namen von 20 israelischen Geiseln, die im Rahmen der ersten Phase des Waffenruheabkommens mit Israel freikommen sollen.06:20 Uhr – „Der Krieg ist vorbei“, sagt TrumpNach Auffassung des US-Präsidenten ist der Krieg im Gazastreifen ungeachtet der noch ausstehenden weiteren Friedensverhandlungen vorbei. „Der Krieg ist zu Ende“, sagte der Republikaner an Bord der Air Force One auf dem Weg nach Israel. Er gehe davon aus, dass die Waffenruhe halte. 06:14 Uhr – Geisel-Familien begeben sich zu AufnahmezentrumDie Angehörigen der Geisel-Familien haben sich Berichten zufolge zum israelischen Militärlager Reim am Rande des Küstenstreifens. Dorthin sollen die Geiseln gebracht werden.05:09 Uhr - Pause zwischen Geiselfreilassungen Laut israelischen Medienberichten beginnt die Freilassung israelischer Geiseln im Gazastreifen um 8.00 Uhr Ortszeit (7.00 Uhr deutscher Zeit). Sie soll im Netzarim-Korridor starten und um 10.00 Uhr Ortszeit in Chan Junis fortgesetzt werden.Sonntag, 12. Oktober:22:26 Uhr – Klingbeil: Waffenruhe ist Trumps VerdienstVizekanzler Lars Klingbeil (SPD) stellt die zentrale Rolle des US-Präsidenten für die nahende Waffenruhe im Gaza-Krieg heraus. „Ohne Donald Trump hätte es das nicht gegeben. Das ist sein Verdienst“, sagte der Bundesfinanzminister in der ARD-Sendung „Caren Miosga“. Für die Region insgesamt sei dies eine große Hoffnung. Auf die Frage, ob Trump deswegen der Friedensnobelpreis gebühre, sagte Klingbeil, wenn es die Unterzeichnung des Waffenruhe-Abkommens an diesem Montag gebe, gebühre dem US-Präsidenten Dank. „Aber es gibt auch eine innenpolitische Situation in den USA, die ich schon bedenklich finde“, sagte der SPD-Chef mit Verweis etwa auf die Diskreditierung von Oppositionellen.Zudem deutet Klingbeil an, dass die Bundesregierung Waffenlieferungen an Israel künftig nicht mehr einschränken könnte. „Wir werden die Situation neu bewerten.“ 20:02 Uhr – Alabali Radovan: Dreistelliger Millionenbetrag für GazaDeutschland wird den Wiederaufbau in Gaza nach den Worten von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan mit einem dreistelligen Millionenbetrag unterstützen. Ein Teil der Entwicklungshilfe sei nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 eingefroren worden und stehe jetzt wieder zur Verfügung, sagte die SPD-Politikerin im „Bericht aus Berlin“. Der genaue Betrag stehe aber noch nicht fest. „Es wird ein dreistelliger Millionenbeitrag sein.“Deutschland werde aber auch direkte Übergangshilfen leisten, etwa mit Notunterkünften, die schon bereitstünden. Zugleich machte Alabali Radovan deutlich, dass die Gesamtsumme für den Wiederaufbau Gazas sehr hoch sei und nicht von Deutschland allein gestemmt werden könne. „Das müssen wir gemeinsam in der internationalen Gemeinschaft leisten.“Deutschland will dazu gemeinsam mit Ägypten zu einer Wiederaufbau-Konferenz einladen. „Die wird in den nächsten Wochen stattfinden“, sagte die Ministerin. Details dazu erwarte sie in den kommenden Tagen.19:18 Uhr – Israels Armeechef: Militärischer Druck hat zu „Sieg“ über Hamas geführtIsraels Armeechef verkündet kurz vor der geplanten Freilassung der Hamas-Geiseln einen „Sieg“ über die radikalislamische Palästinenserorganisation. „Der militärische Druck, den wir in den vergangenen zwei Jahren ausgeübt haben, und die ergänzenden diplomatischen Maßnahmen stellen einen Sieg über die Hamas dar“, sagte Ejal Samir am Sonntag im Fernsehen. Die Armee werde dafür Sorge tragen, „dass der Gazastreifen keine Bedrohung mehr für den Staat Israel und seine Zivilbevölkerung darstellt“, fügte der Armeechef hinzu. Durch den Militäreinsatz im Gastreifen würden „der Nahe Osten und unsere Sicherheitsstrategie für die kommenden Jahre“ neu gestaltet. 17:57 Uhr – Israels Präsident hinterlässt in Klinik Botschaft an GeiselnDer israelische Präsident Izchak Herzog hat sich im Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv über die Vorbereitungen auf die Aufnahme der Geiseln nach der geplanten Übergabe durch die islamistische Hamas informiert. „Das Wichtigste ist, dass wir alle zu Hause wiedersehen, dass alle sicher zurückkehren und dass das israelische Volk gute Nachrichten erhält“, sagte er einem Bericht des Nachrichtenportals „ynet“ zufolge bei dem Besuch. Herzog hinterließ den Geiseln, die im Ichilov-Krankenhaus in Empfang genommen werden sollen, eine Willkommens-Nachricht: „Wie gut, dass Sie nach Hause gekommen sind.“17:46 Uhr – Hamas-Kreise: Geisel-Übergabe an drei Orten im GazastreifenDie islamistische Hamas will die vor zwei Jahren verschleppten Geiseln, die noch am Leben sind, an drei verschiedenen Orten des Gazastreifens an Mitarbeiter des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Hamas-Kreisen. Als Zeitpunkt der Übergabe wurde Montagmorgen genannt. Nach israelischen Berichten könnte dies aber schon vorher geschehen.17:41 Uhr – UNRWA zu Hilfslieferungen: „Stehen bereit“Das von Israel vielfach kritisierte UN-Hilfswerk für Palästinenser (UNRWA) weiß nach eigenen Angaben noch nicht konkret, wie es zur Ausweitung der Hilfslieferungen in den Gazastreifen beitragen soll. Das Hilfswerk stehe bereit, um seinen Teil beizutragen, sagte Sprecher Jonathan Fowler am Sonntag. In Ägypten und Jordanien habe man Hilfsgüter, die 6000 Lastwagen füllen könnten. 17:16 Uhr – Regierungssprecherin: Alle Geiseln sollen auf einmal übergeben werdenIsrael nennt Details zu der für Montag erwarteten Freilassung der im Gazastreifen festgehaltenen lebenden Geiseln. „Wir erwarten, dass alle 20 unserer lebenden Geiseln gleichzeitig an das Rote Kreuz übergeben und in sechs bis acht Fahrzeugen transportiert werden“, sagte Regierungssprecherin Shosh Bedrosian am Sonntag. Eine Inszenierung wie bei vorherigen Geiselübergaben durch die Hamas erwarte sie nicht. Bedrosian sagte, die Geiseln würden zu einem Militärstützpunkt gefahren, um dort mit ihren Familien wiedervereint zu werden, oder, falls erforderlich, sofort in ein Krankenhaus. Nach der Freilassung der Geiseln sei Israel bereit, etwa 2000 palästinensische Häftlinge freizulassen und die 28 Geiseln zu übernehmen, die vermutlich tot sind. Das Militär plane, im Gazastreifen eine Zeremonie zu ihren Ehren abzuhalten, fügte Bedrosian hinzu. Die Toten sollen zur Identifizierung in das Institut für Rechtsmedizin überführt werden.saha/fro/lay/rtr/dpa/AFP/AP