Ein Gespenst, heißt es in Edith Whartons Erzählung „Später“, erkenne man kaum in der Situation, wenn man ihm gerade begegnet, sondern meistens erst hinterher. Das heißt nicht, dass das Aufeinandertreffen in der Erinnerung weniger unheimlich wäre. Aber in den Schrecken mischt sich ein Gran Melancholie, das Staunen darüber, dass man so blind gewesen ist und die Brüchigkeit der eigenen Existenz nicht schon früher erkannt hat. Zu einer Zeit, in der sich noch etwas hätte ändern lassen.