Am Abend des 7. Oktober wölbt sich eine riesige schwarze Wolke über München. Der Platz vor dem Marstall liegt abweisend unwirtlich, Absperrgitter, ein Baukran, Container, eine Hand voll Autos. Am Eingang Sicherheitspersonal, das wenig zu tun hat, keine Demonstranten. Zum zweiten Mal tritt der Historiker Michael Wolffsohn am Jahrestag des Hamas-Massakers auf die Bühne, nach „Über den 7. Oktober hinaus“ (F.A.Z. vom 9. Oktober 2024) heißt der Titel diesmal „Nahost: Ewig Krieg?“. Diese auf einen Theaterabend beschränkte Intervention könnte gut und gern ein breiteres Publikum erreichen, denn die achtzig Minuten komprimierter Geschichtslektion haben es in sich.