In den vergangenen Jahren ist „Dystopie“ zu einem Modebegriff geworden, in Gebrauch vor allem als Adjektiv. Alles Mögliche wird als „dystopisch“ etikettiert, auch wenn es in der Regel nur ein gewöhnliches, ein gewissermaßen alltäglich Schlechtes ist. Gegen die Fixierung aufs Negative hülfe eine gute Prise Utopie, mag man denken, den „Nicht-Ort“ der Utopie kurzerhand zum Gegenbild der Dystopie nehmend.