PfadnavigationHomePolitikDeutschlandUm Arbeitsvolumen zu erhöhenFeiertag abschaffen? CDU-Politikerin Connemann nimmt Reformationstag ins VisierVeröffentlicht am 08.10.2025Lesedauer: 2 MinutenCDU-Politikerin Gitta Connemann hat vorgeschlagen, den Reformationstag als Feiertag abzuschaffen, um die Wirtschaft zu stärken. Connemann verwies darauf, dass die Kirchen am Reformationstag selbst in evangelisch geprägten Bundesländern leer seien.Um angesichts der Wirtschaftskrise das Arbeitsvolumen zu erhöhen, könne man den Reformationstag als Feiertag abschaffen, sagt CDU-Politikerin Gitta Connemann – und argumentiert mit leeren Kirchen. Auch die telefonische Krankschreibung will sie kassieren.Die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Gitta Connemann (CDU), fordert die Abschaffung des Reformationstages als Feiertag, um das Arbeitsvolumen zu erhöhen. „Können wir uns bestimmte Dinge noch erlauben, die Leistungsfähigkeit kosten? Da schaue ich mir etwa den Reformationstag an, bei dem auch bei uns im evangelisch geprägten Niedersachsen die Kirchen leer sind“, sagte Connemann dem Portal Table.Briefings.Die Debatte um die Abschaffung bestimmter Feiertage flammte in den vergangenen Monaten angesichts der schwachen Konjunktur immer wieder auf. Einzelne Wirtschaftsverbände waren etwa damit vorgeprescht: „Die Familienunternehmer“ forderten etwa die Streichung eines christlichen Feiertags, die „Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft“ (VBW) schlug dafür konkret Ostermontag, Pfingstmontag sowie den zweiten Weihnachtsfeiertag vor. Im Frühjahr sahen jedoch einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge 73 Prozent die Streichung von Feiertagen nicht als richtigen Weg, um die Wirtschaftskraft zu erhöhen. Ein Argument dagegen lautete, dass auch Feiertage durch Tourismus oder Gaststättenbesuche die Wirtschaft stärken würden.Connemann will auch telefonische Krankschreibung abschaffenConnemann zufolge müsste die Politik die Arbeitgeber auch bei den Gesundheitskosten entlasten. „Wir müssen die telefonische Krankschreibung endlich wieder abschaffen“, sagte Connemann. Sie erleichtere die „Bettkantenentscheidung nicht in Richtung des Arbeitsplatzes, sondern in Richtung des Kissens“. Es sei doch sehr auffällig, dass die Kosten bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall trotz einer Rekordquote beim Homeoffice innerhalb von drei Jahren um mehr als 10 Prozent gestiegen sei und die Zahl der Krankschreibungen im europäischen Vergleich überproportional hoch sei. Die Lohnfortzahlung koste die Betriebe inzwischen 82 Milliarden Euro pro Jahr.lay