Diese Transaktion kann ohne Worte über die Bühne gehen. Zwei Männer haben sich in einem Schlafzimmer getroffen. Als wir sie zu Gesicht bekommen, ziehen sie sich gerade wieder an. Der eine, raumgreifend, nicht mehr der Jüngste, zahlt, der andere, schmal, auch nicht viel jünger, lässt sich bezahlen. Ohne zurückzublicken, verlässt der Entlohnte das Haus; ohne sich umzusehen, geht er die Straße entlang, vorbei an der Kirche und der Villa mit dem Panoramafenster. Dann steht er vor dem ebenerdigen Büro, in dem die adrett gekleidete junge Angestellte hinter dem Schreibtisch sitzt. Er nimmt das Dollarbündel und teilt es auf, steckt einen Packen in die Hosentasche und behält den Rest in der Hand. So betritt er das Büro.
Beginn der Theater-Intendanz von Kay Voges in Köln
Wozu steckt ein Hammer hinter dem Schreibtisch? Der neue Schauspielintendant Kay Voges setzt in Köln nicht ausschließlich auf politische Didaktik. Das Ensemblestück „Imagine“ zeigt, was das Theater mit seinen einfachsten Mitteln tun kann.









