„Post von Wagner“ zu bekommen, war eine Ehre. Allerdings eine zweifelhafte. Denn bei Franz Josef Wagner wusste man immer, dass es auf einen Nenner hinausläuft, aber nie, wie dieser lauten würde. Grenzenloser Jubel, gnadenloser Verriss, bei dem Kolumnisten der „Bild“-Zeitung war immer beides drin. Wen es treffen würde, um was es ging, das wusste Wagner, wie er in Interviews erzählte, morgens selbst noch nicht. Doch bis zum späten Nachmittag, mit genügend Zigaretten und Rotwein, hatte er seine Pointen immer beisammen, lieferte auf den letzten Drücker, kurz vor Andruck gab er seinen Text per Telefon durch.