Wenn ein Spanier auf der Trainerbank des FC Bayern sitzt und ein Fußball-Europapokalwettbewerb beim FC Barcelona beginnt, ist ein emotionaler Bezug kein Zufall. Aus seiner Inspiration hat José Barcala schließlich nie einen Hehl gemacht: „Ich erinnere mich gerne an die Zeit, als mein Heimatverein Deportivo La Coruña und das Dream-Team des FC Barcelona von Johan Cruyff in den 90er-Jahren Spanien mit ihrem Fußball elektrisierten“, sagt er. Für den aus Galicien stammenden Barcala, 44, ist es also eine ganz besondere Dienstreise, wenn die Champions League der Frauen für den deutschen Meister beim FC Barcelona im Estadi Johan Cruyff beginnt (Dienstag, 21 Uhr). Zumal der erste Prüfstein anspruchsvoller kaum sein könnte.
Niemand passt so präzise, spielt technisch so sauber wie das katalanische Starensemble. Diese fußballerische Selbstverständlichkeit würde sich Bundestrainer Christian Wück auch fürs deutsche Nationalteam wünschen, das im EM-Halbfinale gegen die Spanierinnen mit ihrem Barça-Gerüst um Weltfußballerin Aitana Bonmatí an Grenzen stieß. „Sie denken über viele Technik-Basics nicht nach: Sie machen es einfach mit dem One-Touch-Kombinationsspiel“, sagt Wück, der am ersten Spieltag der Königsklasse das Heimspiel des VfL Wolfsburg gegen Paris Saint-Germain (Mittwoch, 21 Uhr) besuchen wird.








