PfadnavigationHomeWirtschaftKanzler vor AutogipfelMerz will EU-Verbrenner-Aus kippen – „Nicht verbieten, sondern Technologien ermöglichen“Veröffentlicht am 06.10.2025Lesedauer: 2 MinutenVor dem Autogipfel hat Kanzler Merz die Abschaffung des EU-Verbrennerverbots ab 2035 gefordert und für Technologieoffenheit plädiert: „Ich möchte nicht, dass Deutschland an diesem falschen Verbot festhält“. Die SPD ist dagegen.Bundeskanzler Friedrich Merz will das EU-Verbot neuer Verbrenner ab 2035 kippen. Er fordert Technologieoffenheit und setzt auf synthetische Kraftstoffe. SPD-Vertreter halten dagegen: Das Aus bleibe wichtig für Klimaschutz und Planungssicherheit.Bundeskanzler Friedrich Merz spricht sich erneut für eine Abschaffung des Verbots neuer Verbrenner-Autos in der EU ab 2035 aus. „Meine klare Vorstellung ist, dass wir dieses sogenannte Verbrennerverbot in der Form nicht aufrechterhalten“, sagte Merz in der Talksendung „Pinar Atalay“ im Sender n-tv. Es gehe um Technologieoffenheit. „Ich möchte nicht, dass Deutschland zu den Ländern gehört, die an diesem falschen Verbot festhalten.“ Das Thema sei aber in der Koalition bisher nicht ausdiskutiert.SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf sagte, für ihn stehe das Verbrenner-Aus 2035 nicht infrage. Es gehe um Planungssicherheit. Ähnlich äußerte sich Umweltminister Carsten Schneider (SPD). 2022 war beschlossen worden, dass ab dem Jahr 2035 in der EU keine neuen Autos mit Benzin- oder Dieselmotor mehr zugelassen werden sollen. Ziel ist es, die CO₂-Emissionen im Verkehrssektor zu senken. Die Union will das Verbrenner-Aus kippen. Merz sagte weiter, Verbrenner würden zum Beispiel bei Lastwagen weiter gebraucht. Es gehe auch um die Motorenforschung. „Auf der Welt wird weiter geforscht und entwickelt, auch an schweren Dieselmotoren. Ich möchte, dass die Bundesrepublik Deutschland, dass unsere Industrie daran weiter teilnimmt. Und deswegen ist das Verbot falsch. Wir werden möglicherweise in einigen Jahren synthetische Kraftstoffe sehen, mit denen man diese Verbrennermotoren umweltfreundlich weiter betreiben kann“, so Merz. „Wir sollten nicht verbieten, wir sollten Technologien ermöglichen, und das ist mein Ziel.“Lesen Sie auchDie Autobranche hat mit einer Absatzflaute, Konkurrenz aus China und dem Wandel zur E-Mobilität zu kämpfen. Dazu kommt der Zollstreit mit den USA. Viele Unternehmen fahren einen Sparkurs und bauen Stellen ab. Merz sagte mit Blick auf die gesamte Industrie: „Wir haben es übertrieben mit den Arbeitskosten, wir haben es übertrieben mit zum Beispiel den Kosten auch der Transformation.“ Die Industrie sei nicht an der Belastungsgrenze angekommen – „sie ist darüber hinaus“.E-Autos sollen bis 2035 steuerfrei bleibenAn einem Treffen am Donnerstag im Kanzleramt zur Lage der Autobranche nehmen neben mehreren Bundesministern Vertreter von Bundesländern, der Autoindustrie sowie von Gewerkschaften teil. Im Vorfeld kündigte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) an, die Steuerbefreiung von Elektroautos bis zum Jahr 2035 fortzusetzen. „Damit wir in den nächsten Jahren sehr viel mehr Elektroautos auf die Straße bringen, müssen wir jetzt die richtigen Anreize setzen“, sagte der SPD-Chef der Deutschen Presse-Agentur.Lesen Sie auchUnion und SPD hatten die Verlängerung der Steuerbefreiung im Koalitionsvertrag angekündigt. Nach bisherigem Stand aber würde die Steuerbefreiung für neu zugelassene reine E-Autos ab dem 1. Januar 2026 nicht mehr greifen.dpa/cvb
Friedrich Merz will EU-Verbrenner-Aus kippen: „Nicht verbieten, sondern ermöglichen“ - WELT
Bundeskanzler Friedrich Merz will das EU-Verbot neuer Verbrenner ab 2035 kippen. Er fordert Technologieoffenheit und setzt auf synthetische Kraftstoffe. SPD-Vertreter halten dagegen: Das Aus bleibe wichtig für Klimaschutz und Planungssicherheit.







