PfadnavigationHomePanoramaBaden-WürttembergMutter steckte ihr Baby in die Waschmaschine – Gericht verurteilt 35-Jährige zu fünf Jahren HaftVeröffentlicht am 06.10.2025Lesedauer: 2 MinutenDas Landgericht Hechingen urteilte zum Tod eines SäuglingsQuelle: Tom Weller/dpaIn Albstadt hatte eine 35-Jährige ihr Neugeborenes in eine Waschmaschine gelegt, wo es gestorben war. Das Landgericht Hechingen hat sie nun wegen Totschlags zu rund fünf Jahren Haft verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts wollte die Frau die Geburt des Kindes verheimlichen.Eine 35 Jahre alte Frau steckt im März ihr neugeborenes Baby in die Waschmaschine, es stirbt dort. Das Landgericht Hechingen verurteilte sie nun wegen Totschlags zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft. Zweifelsfrei stehe fest, dass die Frau nach der Geburt alles tat, um die Geburt zu verheimlichen. „Es sollte niemand mitbekommen, dass das Kind da ist“, sagte der Vorsitzende Richter. Das Motiv aber sei nicht wirklich bekannt.Das Baby habe sie unbemerkt in einer mit ihrem Lebensgefährten bewohnten Wohnung in Albstadt zur Welt gebracht. Die Frau soll das Neugeborene mit schmutzigen Kleidungsstücken in die Waschmaschine gelegt und die Trommel geschlossen haben.Am selben Abend – und nach der Geburt – wurde die Frau laut dem Urteil wegen starker Blutungen in eine Klinik gebracht. Auf Nachfrage habe sie mehrmals geantwortet, nicht schwanger zu sein.Partner stellte Waschmaschine anWähren sie in der Klinik war, stellte ihr Partner die Waschmaschine an. Er hatte laut Gericht keine Kenntnis davon gehabt, dass sich das Neugeborene darin befand. Durch den Waschvorgang erlitt das Baby ein schweres Schädeltrauma.„Sie wollten einfach, dass die Geburt unentdeckt bleibt“, sagte der Richter. Dies sei letztlich wichtiger gewesen, als sich um das Neugeborene zu kümmern. Dadurch habe sie in Kauf genommen, dass das Kind stirbt. Gleichwohl gehöre sie zu den Frauen, die die Schwangerschaft verdrängt hätten. Sie hätte wissen müssen, dass sie schwanger ist, verdrängte dies aber total.Lesen Sie auch„Ich wusste nicht, dass ich schwanger bin“, sagte die Angeklagte bis zuletzt. Als das Kind kam, habe sie einen Schock erlitten und gedacht, es sei tot.Lesen Sie auchDie Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Gefängnis als Strafe für die Angeklagte gefordert. Die Verteidigung dagegen plädierte auf drei Jahre Haft. Die Frau sei in einem Schockzustand gewesen, weil sie nichts von ihrer Schwangerschaft gewusst habe und von den Wehen überrascht worden sei. dpa/jho
Baden-Württemberg: Mutter steckte ihr Baby in die Waschmaschine – Gericht verurteilt 35-Jährige zu fünf Jahren Haft - WELT
In Albstadt hatte eine 35-Jährige ihr Neugeborenes in eine Waschmaschine gelegt, wo es gestorben war. Das Landgericht Hechingen hat sie nun wegen Totschlags zu rund fünf Jahren Haft verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts wollte die Frau die Geburt des Kindes verheimlichen.






