Der lange Tisch im Wohnzimmer von Natalie Amiri ist voll belegt mit Landkarten, ausgedruckten Texten, Manuskripten für Podcasts und Videoschaltungen. An der hinteren Ecke findet sie aber gerade noch Platz, um von Exil-Iranern angebaute Pistazien aus Kalifornien, Datteln aus Katar, Baklava von Verwandten aus Kerman in Südiran und persischen Tee zu servieren. Bis sie nach Drohungen des Regimes 2020 ausreisen musste, leitete Amiri das ARD-Büro in Teheran, berichtete anschließend für den „Weltspiegel“ und andere ARD-Formate etwa aus Afghanistan und seit 2023 auch aus Israel und dem Westjordanland. Zum zweiten Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober erscheint nun „Der Nahost-Komplex – Von Menschen, Träumen und Zerstörung“ (Penguin).
Buch "Der Nahost-Komplex": Natalie Amiri im Interview über Trumps Friedensdeal
Hat Trumps Friedensdeal eine Chance? Was die Autorin von der Idee des US-Präsidenten hält und über das Lagerdenken der Gesellschaft denkt.






