Eigentlich wollte Silja Lüben nur für eine Woche ins Ahrtal, um dort nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 als Notfallseelsorgerin Menschen zu helfen. Geblieben ist sie acht Monate, war mehr als 240 Tage im Dauereinsatz. „Ich bin da ziemlich naiv hingegangen, hatte gar keine Vorstellung, was das eigentlich bedeutet, dorthin zu fahren, und wie intensiv das sein wird“, sagt Lüben. Das erste Wochenende habe sie nur Schlamm geschippt, erinnert sie sich. Danach habe sie mit den Menschen intensive Gespräche geführt oder einfach nur zugehört. „Es war eigentlich übermenschlich, was ich da gemacht habe.“ Aber sie habe gespürt: „Ich bin am richtigen Ort zur richtigen Zeit.“
Wie Notfallseelsorger helfen: Darauf kommt es in Extremsituationen an
Sie wird gerufen, wenn das Leben Menschen aus der Bahn wirft: Silja Lüben ist Notfallseelsorgerin. Sie weiß, worauf es in Extremsituationen ankommt und warum manchmal schon ein Glas Wasser helfen kann.






