Die Kommissare in diesem Frankfurter „Tatort“ werden mit einem Cold Case in Berührung gebracht, und dass der Mordfall Jahrzehnte zurückliegt, hat die angenehme Konsequenz, dass die Ermittler nicht mit dem typischen Bündel Ermittlerfragen um die Häuser ziehen müssen: Wo waren Sie Freitag um 19 Uhr? Überhaupt bemerkenswert, was dieser neue HR-„Tatort“ alles nicht macht. Er präsentiert keine der beliebten Täterüberführungen, die mit verräterischen Chatverläufen zu tun haben, auch dafür liegt die Tat zu lange zurück. Er bedient keinen Voyeurismus, das malträtierte Opfer sieht man nicht, sondern hört die Gerichtsmedizinerin berichten: „24 Millimeter lange Nägel wurden in einem symmetrischen Muster in den Unterleib getrieben.“
Debüt-Tatort in Frankfurt: Ganz ohne Täterjagd
Der neu besetzte „Tatort: Dunkelheit“ verabschiedet sich von der Krimiroutine. Das Ergebnis ist ein feiner Film mit herausragenden Ermittlern.






