Mir trifft es doppelt, der ich alle die Fehler, die Dumheit, die Feigheit kenne, die uns in die jetzige Lage gebracht hat. Der einzige Trost ist, daß ich Vorschläge von Anfang an gethan habe, wie man unser Unglück zuvorkommen konnte.“ Gerhard von Scharnhorst, der große Militärreformer, schrieb diese Zeilen am 22. November 1806, rund vier Wochen nach der vernichtenden Niederlage der Preußen in der Schlacht von Jena und Auerstedt. Mehr als zehn Jahre lang hatte er immer wieder grundlegende Veränderungen angemahnt.
Bundeswehr in der Zeitenwende: So kann sie entfesselt werden
Scharnhorsts Prinzip des schnellen, eigenverantwortlichen Entscheidens spiegelt sich nicht mehr im militärischen Alltag der Bundeswehr, erst recht nicht in den Führungsstäben. Zeit für eine radikale Reform.






