Die Zukunft von Deutschlands größtem Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) mag weiterhin offen sein. Zumindest ist nun aber klar, dass der umstrittene tschechische Milliardär Daniel Křetínský keine Rolle darin spielen wird. Am Donnerstag verkündete der TKSE-Mutterkonzern Thyssenkrupp in Essen, dass Křetínský seinen 20-Prozent-Anteil an der Tochter zurückgeben werde und den Kaufpreis erstattet bekomme. Darauf hätten sich beide Seiten „einvernehmlich geeinigt“. Stattdessen wird sich das Thyssenkrupp-Management „auf die Gespräche mit Jindal Steel International“ konzentrieren, heißt es in der Mitteilung. Der indische Stahlkonzern gab vor zwei Wochen überraschend ein unverbindliches Angebot zum Kauf von TKSE ab, einer Duisburger Firma mit 26 000 Beschäftigten.