PfadnavigationHomeSportFußballVerband klagt anUSA verweigern iranischer Delegation Einreise zur WM-AuslosungVeröffentlicht am 02.10.2025Lesedauer: 2 MinutenFifa-Chef Gianni Infantino (Mitte) und den sprunghaften US-Präsidenten Donald Trump und verbindet eine MännerfreundschaftQuelle: picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Jacquelyn MartinDie USA haben mehreren Vertretern des iranischen Fußballverbands die Einreise zur WM-Auslosung verweigert. Der Verband will nun über Fifa-Präsident Gianni Infantino erreichen, dass die Entscheidung rückgängig gemacht wird.Die USA sollen der iranischen Delegation Angaben des iranischen Fußballverbands (FFI) zufolge die Einreise zur WM-Auslosung verweigert haben. Dies sagte der Sprecher des Verbands, Amir-Mehdi Alawi, laut der Tageszeitung „Shargh“. Betroffen seien unter anderem Verbandspräsident Mehdi Tadsch, Nationaltrainer Amir Ghalenoei und sieben weitere Funktionäre.Nun wolle der Verband versuchen, über Fifa-Präsident Gianni Infantino die Entscheidung aufheben zu lassen. Man hoffe, dass das Verbot in den kommenden zwei Wochen zurückgenommen werde. Die Auslosung findet am 5. Dezember in Washington statt, die Endrunde, für die sich Iran souverän qualifizieren konnte, im kommenden Jahr dann in den USA, Kanada und Mexiko. Der Fußball-Weltverband Fifa verwies auf Anfrage auf die mit der US-Regierung getroffenen Vereinbarungen und geht derzeit davon aus, dass die Iraner einreisen dürfen.Trump hat für Menschen aus mehreren Ländern eine Einreisesperre verhängt, darunter auch aus dem Iran, dessen Nationalteam bereits für die WM qualifiziert ist. In der Anordnung des US-Präsidenten ist mit Blick auf die WM sowie Olympia 2028 in Los Angeles allerdings auch festgehalten, dass es Ausnahmen von der Sperre für Athletinnen und Athleten, Trainer, Betreuer und direkte Verwandte geben soll.Fast zwei Millionen Iraner leben in den USASport-Experten im Iran mutmaßen, die Mannschaft und der Trainerstab dürften keine Probleme bekommen – im Gegensatz zu einigen Verbandsfunktionären, Journalisten und Fans. Der FFI hofft daher, dass die Spiele des Iran bei den Co-Gastgebern in Kanada oder Mexiko und nicht in den USA stattfinden.Lesen Sie auchDer Iran und die USA unterhalten seit mehr als 45 Jahren keine diplomatischen Beziehungen und gelten als politische Erzfeinde. In den USA leben fast zwei Millionen Iraner, deren Familienmitglieder sie trotz der politischen Differenzen bislang besuchen konnten. Doch auch diese Familientreffen sind durch den aktuellen Einreisestopp blockiert.pk/dpa