PfadnavigationHomeRegionalesHamburgNordsee-DelikatesseWie man Krabben am besten pult – und warum Krabben eigentlich gar keine Krabben sindVeröffentlicht am 10.10.2025Lesedauer: 3 MinutenAuf dem Krabbenkutter gekochte KrabbenQuelle: Sina Schuldt/dpaSie können bis zu acht Zentimeter groß werden, werden schon seit Jahrhunderten gefangen und sind eine Schlüsselart im ökologischen Gefüge des Wattenmeeres. Fakten rund um die kleinen Wattenmeerbewohner.Ein Küstenbesuch ohne Krabbenbrötchen und Krabbenkutter? Eigentlich nicht vorstellbar. Doch die Fischer stehen vor großen wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) besucht Krabbenfischer in Büsum und spricht mit ihnen über Fang, Anlandung und Verarbeitung der Krabben. Anlass genug, um einen Blick auf die kleinen Wattbewohner zu werfen:Die Krabben sind eigentlich gar keine Streng genommen sind die leckeren Tierchen auf dem Krabbenbrötchen keine Krabben, sondern Garnelen. Genauer: Nordsee- oder Sandgarnelen (Crangon crangon). Garnelen gehören zu den Langschwanzkrebsen, während „echte“ Krabben wie der Taschenkrebs zu den Kurzschwanzkrebsen gehören. Der Name Krabbe hat sich im Norddeutschen aber irgendwann eingebürgert und auch die Fischer, die diese kleinen Krebstiere fangen, nennen sich Krabbenfischer und nicht Garnelenfischer. Lesen Sie auchNordseegarnelen werden nach Angaben der Schutzstation Wattenmeer etwa acht Zentimeter lang, sind sandfarben, besitzen kleine Scheren und lange Fühler. „Sowohl als Räuber als auch als Beutetier ist die Garnele eine Schlüsselart im ökologischen Gefüge des Wattenmeeres“, heißt es auf den Internetseiten der Naturschutzorganisation. Das Wattenmeer nutzen die Garnelen demnach nur in der warmen Jahreszeit – im Herbst wandern sie ins tiefere Wasser ab.Sie werden schon seit Jahrhunderten gefangenNach Angaben der Erzeugergemeinschaft der deutschen Krabbenfischer ist die Nordseegarnele eine der wenigen Kaltwassergarnelen, die wirtschaftlich bedeutend ist. Gefischt wird sie vor allem in den Niederlanden, Deutschland und Dänemark. Hauptfangsaison ist den Angaben zufolge im Herbst. Lesen Sie auchSpätestens seit dem 17. Jahrhundert werden Garnelen im Wattenmeer gefangen. Der erwerbsmäßige Fang begann nach Angaben der Erzeugergemeinschaft allerdings erst nach der Mitte des 19. Jahrhunderts an der Westküste Schleswig-Holsteins. Krabben werden direkt an Bord verarbeitetDie Krabbenkutter gehen nach Angaben der Erzeugergemeinschaft im Wattenmeer und in den Küstengewässern auf Fang. 50 bis 150 Fangfahrten unternimmt ein Kutter pro Jahr. Die Krabben werden fangfrisch direkt an Bord verarbeitet. Dafür werden sie in Meerwasser gekocht, im Kühlraum gelagert und nach spätestens 72 Stunden angelandet. Lesen Sie auchKrabben haben nach Angaben des Marine Stewardship Council (MSC) ein würzig-nussiges Aroma. Wie alle Garnelenarten sind auch Nordseekrabben den Angaben zufolge aufgrund ihres hohen Eiweiß- und geringen Fettanteils besonders gesund. Und sie schmecken nicht nur auf dem klassischen Krabbenbrötchen, sondern auch mit Rührei, Ofenkartoffeln oder als Krabbensalat.Tipp zum PulenIm Geschäft bekommt man die Nordseegarnelen meist schon geschält. Direkt vom Kutter oder im Fischgeschäft an der Küste können aber auch ungeschälte Krabben erworben werden. Doch wie gelangt man an das leckere Fleisch? Husum Tourismus empfiehlt Folgendes: „Am besten von Einheimischen /Profis kurz zeigen lassen und den Klönschnack genießen.“ Lesen Sie auchFalls kein Profi zur Hand ist, geben die Touristiker aus der Stadt, die jedes Jahr im Oktober ihre Krabbentage feiert, folgenden Tipp: „Den Kopf zwischen Daumen und Zeigefinger festhalten, mit der anderen Hand das Hinterteil drehen (nicht zu viel Druck), vorsichtig die hintere Hälfte des Panzers festhalten und abziehen.“ Anschließend das Fleisch vorsichtig vom Kopf lösen.dfe, dpa
Nordsee-Delikatesse: Wie man Krabben am besten pult – und warum Krabben eigentlich gar keine Krabben sind - WELT
Sie können bis zu acht Zentimeter groß werden, werden schon seit Jahrhunderten gefangen und sind eine Schlüsselart im ökologischen Gefüge des Wattenmeeres. Fakten rund um die kleinen Wattenmeerbewohner.









