Schon der erste Flug sollte eine ziemlich klare Botschaft senden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte Mitte Juli Europas Innenministerkollegen einer „Koalition der Willigen“ für eine härtere Abschiebepraxis zum Fuß der Zugspitze bugsiert, da machte die Nachricht über einen brisanten Flugzeugstart die Runde. Just an diesem Morgen hob im fernen Leipzig ein unter strengster Geheimhaltung geplanter Abschiebeflug nach Kabul ab. An Bord: 81 Männer aus Afghanistan. Erstmals ließ die schwarz-rote Bundesregierung damit schwere Straftäter nach Afghanistan abschieben.