Schlechte Nachricht für viele Privatversicherte: Ein großer Teil von ihnen muss im kommenden Jahr für die Krankenversicherung (PKV) spürbar mehr bezahlen als in diesem Jahr. Auch die private Pflegeversicherung wird teurer.

Nach Angaben des PKV-Verbands sind 60 Prozent der Kundinnen und Kunden mit einer privaten Vollversicherung von der Beitragserhöhung betroffen. Sie wird im Durchschnitt 13 Prozent betragen. Für manche kann es deutlich mehr werden, andere können glimpflicher davonkommen. Zum 1. Januar 2025 war die Erhöhung mit durchschnittlich 18 Prozent noch drastischer.

Die endgültigen Werte stehen noch nicht fest. Erfasst sind nur die Unternehmen, die ihre Beiträge immer zum Jahresanfang anpassen. Das ist bei der Mehrheit der Anbieter der Fall, manche folgen aber erst später im Jahr. Außerdem können die Anpassungen durch die Auflösung von Rückstellungen noch abgefedert werden.

Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung kann sich überhaupt privat versichern, die meisten haben ihre Krankenversicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Das private System steht Beamtinnen und Beamten sowie ihren Familienangehörigen offen, Selbständigen und gut verdienenden Angestellten. Die Angestellten müssen mehr als die sogenannte Versicherungspflichtgrenze verdienen. Das sind in diesem Jahr 73 800 Euro pro Jahr, vom 1. Januar 2026 an dann 77 400 Euro.