PfadnavigationHomePolitikDeutschlandSachsen-Anhalt„Es geht ums Ganze. Wir oder die“, sagt Haseloff zum Umfragehoch der AfDVeröffentlicht am 01.10.2025Lesedauer: 2 MinutenVor dem Hintergrund hoher AfD-Umfragewerte dringt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) auf zügige Reformen. Dabei müsse man sich an der Prioritätenliste der Wähler orientieren. „Nur wenn wir das abarbeiten, haben wir eine Chance, die AfD zurückzudrängen.“„Ein System kann an der Wahlurne zu Fall gebracht werden“, sagt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff. Wegen hoher AfD-Umfragewerte fordert er tief greifende Reformen für Deutschland.Angesichts des Umfragehochs der AfD fordert Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff tief greifende Reformen. „Deutschland braucht eine neue Grundjustierung“, sagte der CDU-Politiker dem Magazin „Stern“. Die AfD wolle ein „völlig anderes Land“ – mit Folgen für Bildung, Finanzen, Polizei und Justiz.Nach einer Anfang September veröffentlichten Umfrage des Instituts Infratest dimap liegt die AfD in Sachsen-Anhalt bei 39 Prozent – weit vor der CDU mit 27 Prozent. „Das einzige Positive an dieser Umfrage ist, dass jetzt alle wissen: Es geht ums Ganze. Wir oder die“, so Haseloff. Eine Zusammenarbeit mit der im Land vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuften Partei schloss er aus. Im kommenden Jahr steht die Landtagswahl an. Der seit 2011 amtierende Ministerpräsident Haseloff hatte seinen Rückzug für das kommende Jahr bereits angekündigt. Spitzenkandidat der CDU soll Wirtschaftsminister Sven Schulze werden.Lesen Sie auchDer 71-jährige Haseloff mahnte Zusammenhalt in der politischen Mitte an. Wo diese zusammenstehe, „wird dort auch kein AfD-Ministerpräsident sitzen“. Denn die Partei sei nicht nur in Sachsen-Anhalt, sondern bundesweit auf dem Vormarsch. „Ein System kann an der Wahlurne zu Fall gebracht werden“, so Haseloff im Interview mit dem „Stern“.Der CDU-Politiker zeigte sich zugleich besorgt über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. „Made in Germany hat kein Abo darauf, als Qualitätsmerkmal zu gelten“, sagte er. Deutschland habe zwar den „komfortabelsten Sozialstaat der Welt“, sei aber „wirtschaftlich nicht mehr Weltspitze“.dpa/ceb