Am Dienstag saß Dirk Zingler, Präsident des 1. FC Union, in der „Eisern-Lounge“ des Stadions An der Alten Försterei, und am Ende entfuhr ihm doch so etwas wie ein Seufzer. Fast eine Stunde lang hatte er versucht, ausgeglichen zu wirken, und wiederholt unterstrichen, dass es keinen Anlass gebe, irgendetwas zu dramatisieren oder gar zu skandalisieren. Aber er sagte eben auch, dass es darum gehe, „die Realitäten der Stadt zu akzeptieren“. Was aktuell zum Beispiel bedeutet, hinzunehmen, dass die Ausbaupläne für das Stadion An der Alten Försterei ein wenig abgeschliffen und verändert werden müssen: Statt einer Arena für 40 500 Zuschauer soll die Alte Försterei der Zukunft 34 500 Zuschauern Platz bieten.
Das Volumen des geplanten Stadions – der Baukörper – werde sich zwar nicht verändern, betonte Zingler. Wohl aber die Art der Nutzung: Ursprünglich hatte Union geplant, rund 32 000 Steh- sowie 8000 Sitzplätze einzurichten – und hätte damit sogar das Dortmunder Westfalenstadion ausgestochen. Samt sagenumwobener „Gelber Wand“ kommt die nun nach einem Versicherer benannte Spielstätte in Westfalen auf rund 28 000 Stehplätze. Nun aber musste Zingler den Union-Mitgliedern in einem Brief erklären, dass das Stadion An der Alten Försterei in spe rund 18 800 Steh-, aber 15 700 Sitzplätze haben werde. Zurzeit bietet die Försterei 22 012 Menschen Platz, davon sind 18 395 „Steher“.






