Irgendwann hat Sandra Hackenberg angefangen, nur noch die guten Tage im Schmerzkalender gelb zu markieren. Die Tage, an denen sie sich nicht vor Schmerzen übergeben musste oder in einem abgedunkelten Zimmer lag, abgeschottet von der Welt. An denen sie nicht glaubte, ihr Kopf zerplatze gleich. Tage, an denen sie keine Schmerzmedikamente einnahm, um das Pochen in ihrem Schädel irgendwie aushalten zu können. „Der Schmerz ist so übermächtig, dass einem alles vor den Augen verschwimmt“, sagt die 34-jährige Augsburgerin.