Der Schriftsteller Uwe Johnson hat an vielen Orten gelebt. In Berlin, Rom, New York, Sheerness-on-Sea. In seinem Werk aber kehrte er stets zurück in die Heimat Mecklenburg. Jerichow, das fiktive Städtchen aus den „Jahrestagen“, ist beides: Sehnsuchtsort und Bühne für Epochenbrüche. Aufstieg des Faschismus, Kriegsjahre, die frühe DDR – Johnson interessierte sich für die Mechanismen von Widerstand, Anpassung und das Dazwischen.