PfadnavigationHomeICONISTTrendsMode bis Freizeit-IdeenHerbstfreuden – mit wehenden Mänteln, ofenwarmen Birnen und Eichelhäher FridoVeröffentlicht am 02.10.2025Lesedauer: 6 MinutenKlettermax auf dem Waldlehrpfad im Fürther StadtwaldQuelle: Frédéric SchwildenDer letzte Sand vom Strand rieselt noch aus den Koffern. Schon färbt sich das Laub, kugeln sich die Kürbisse vor Freude. Halloween ist nur einen Katzensprung entfernt! 15 Gründe, sich jetzt auf die goldene Jahreszeit zu freuen.UnwiderstehlichGerade hat er seine erste Dior-Kampagne vorgestellt, in der ein berückender Tüll-Rock mit Blümchen die Hauptrolle spielt, fotografiert in einem Schloss bei Paris. Mit seiner eigenen Marke geht Workaholic Jonathan Anderson einen rustikaleren Weg. Der Webshop ist kuratiert wie ein toller Flohmarkt in Nordengland: eigentümliche Lehnstühle und dieser unwiderstehliche Schweinepullover, der sich auf einer verregneten Landpartie genauso gut macht wie in der Aufsichtsratssitzung. Wer jetzt noch den Schäfchenpullover von Diana trägt, ist selbst schuld. Andersons Botschaft für den Herbst: Kuration statt Kreation. Ca. 890 Euro. ASGute Laune Der Kerzenständer aus der Kollektion des schwedischen Designers Gustaf Westman für Ikea sieht ein bisschen so aus wie ein Würstchen, das man an den Enden kreuzweise eingeschnitten und dann auf den Grill gelegt hat. In ihm machen sogar schlichte weiße Haushaltskerzen was her – und gute Laune. Um 7 Euro. ballDuftet so sexyHerbst ist, wenn auch der sonnengegerbte Mann, der im Sommer nichts als Luft, Wasser und einen Klacks Sonnencreme an seine Haut lässt, merkt, dass es Zeit ist, zumindest seinem Gesicht etwas mehr (Creme) zu gönnen. Wer sich wirklich mal verwöhnen möchte und vorausschauend auf Anti-Aging-Stoffe wie Hyaluronsäuren setzt – diesen Begriff kennt, liebe Männer, inzwischen selbst Jürgen „Pöhler“ Klopp – der greift zu einer der sündhaft teuren, absolut verlockenden Gesichtscremes der Luxus-Wellness-Marke Lanserhof. Die Unisex-Variante „Barrier Longevity“ duftet wie ein Aphrodisiakum (50 ml, 150 Euro). VCLesen Sie auchEichelhäher Frido Direkt an der Heilstättenstraße, wo die Stadtförsterei Fürth liegt, beginnt ein märchenhafter Waldlehrpfad (Foto oben). Eichelhäher Frido führt Kinder und Erwachsene durch ein Dickicht aus Fichten, Eichen und Birken. Sie können Wasser schöpfen, über wacklige Brücken balancieren, mit dem Fernrohr Tiere suchen. Und in der Schlucht beim alten Steinbruch machen sie ein Picknick, an das sie lange denken werden. FSOchsenblutOchsenblutfarbene Schuhe – zum Beispiel ein klassischer Fred-Perry-Loafer mit Troddeln oder ein Stiefel aus Pferdeleder von Alden – sind die schönste Art, das beginnende Sterben des Jahres zu akzeptieren. Mit jedem Schritt in erdigem Rotbraun durch die Blätter auf dem feuchten Boden kommen wir dem Ende näher. Wohl wissend, dass irgendwann auch wieder Frühling wird. Ab 500 Euro. FSAuf nach ParisManchmal lässt sich das Eigene besser in der Fremde erkennen. Die Fondation Louis Vuitton zeigt ab 17. Oktober in einer großen Retrospektive den sehr deutschen Künstler Gerhard Richter und dessen Reflexionen über Zeit, die in Paris leichter und heller wirken als in jeder deutschen Stadt. deliSchummrig mit AussichtEndlich beginnt wieder die Zeit, in der man nicht erläutern muss, warum man sich nicht „draußen“ am frühen Abend, „in der Sonne“ oder „im Biergarten“ treffen will. Sondern im – neben einem guten Club – immer noch besten Ort des Nachtlebens: einer klassischen Bar. Die hat im Idealfall Style und Gemütlichkeit, ist meist fensterlos oder zumindest im besten Sinne zwielichtig – wie die „Viktoria Bar“ in Berlin, das „Le Lion“ in Hamburg oder das „Les Fleurs du Mal“ oben im „Schumann’s“ in München. Tim Raue hat nun nicht nur ein Restaurant im Fernsehturm am Alexanderplatz eröffnet, sondern auch eine Etage tiefer die höchste Bar Berlins, „Sphere“. Raue lockt neben klassischen Drinks und Aussicht mit besonderen Craft-Bier-Cocktail-Kreationen, etwa einem „Gin-Bier“ oder einem „Berlin Spritz“, bei dem Wein durch „Berliner Weisse“ ersetzt wird. Mal kieken. VCLesen Sie auchHalloweenLegen Sie am Abend des Allerheiligen „Spooks“ von Louis Armstrong und dem Gordon-Jenkins-Orchestra auf und trinken dazu mindestens zwei Hot Toddies, ein heiß servierter Drink aus Whisky, Wasser, Zucker, Zitrone und gerne etwas Zimt. Dazu schauen Sie Staffel 10 („Red Tide“) von „American Horror Story“ und lassen sich von Tod, Genie und der Einsamkeit der Ostküste Amerikas verfluchen. FSEs leuchtet Raus aus der Hängematte, rein in den Lesesessel. Für die richtige Beleuchtung sorgt die etwas zickige 50er-Jahre-Stehleuchte G21 von Sammode – auch wenn ihr etwas technischer Name weckt Assoziationen an Wirtschaftsgipfel, französische Supermarktketten oder Fernwanderwege. Pierre Guariche hat sie 1951 mit einem verstellbaren Mast aus Messing, einem schwarzen Fuß und einem ebenfalls verstellbaren Schirm aus schwarz oder weiß lackiertem Aluminium entworfen. Um 1500 Euro. ballKleines Feuer Tageslicht wird überbewertet. Und weil immer noch fast zwei Monate vor uns liegen, in denen es jeden Tag länger dunkel ist, gibt es viele Stunden, in denen man jenseits von Geburtstagen endlich mal wieder Kerzen anzünden kann. Entweder skulpturale Modelle wie vom spanischen Label Mulier Studio (ab 20 Euro), die an gestapelte Kiesel erinnern, oder bunte Stabkerzen von Hay (5 Euro) ausnahmsweise mal eckig statt rund. ballFellfüße Wir alle sollten einander verletzlicher begegnen, nicht eingezwängt in Konventionen und nicht gefühllos für die Kieselsteinchen des Lebens. Am Fuße dieser Bewegung sitzt der Gobi II von Vivobarefoot – ein Barfußsneaker, der besser aussieht als die meisten vernagelten Kollegen (ab 180 Euro). Alternativ: Sandale mit Ponyfell-Optik von Birkenstock 1774. Ab 440 Euro. küvWie eine Umarmung Das Beste am Herbst: Wir können uns wieder in Mäntel hüllen und sehen mühelos angezogen aus – ganz egal, was oder ob wir etwas darunter tragen. Wie jedes Jahr hat auch diese Saison ihre bevorzugte Mantelform. Das amerikanische Designer-Label Veronica Beard – dahinter stehen die Schwägerinnen Veronica Swanson Beard und Veronica Miele Beard; der berühmte Fotograf Peter Beard war der Onkel ihrer Ehemänner – hat einen Wollmantel entworfen, schlank und schnörkellos wie ein Grashalm, in Atemgoldblau. Um 1100 Euro. dvtWeiblicher Blick Natürlich steckt etwas zutiefst altmodisches in der Idee, zwölf Fotografinnen zusammen auszustellen. In der c/o-Galerie allerdings könnte es funktionieren. Denn alle werden – wie Lua Ribeira (Foto) – von der weltberühmten Agentur Magnum repräsentiert, einer Instanz aus vordigitalen Zeiten. Hier wird große und kleine Weltpolitik in perfekt komponierten und hochemotionalen Bildern verdeutlicht. Ob das nun einen spezifisch weiblichen Blick gibt? Vermutlich nicht: nur Unerschrockenheit und Empathie. Man wird kaum trockenen Auges durch diese Ausstellung kommen. In turbulenten Zeiten ist Qualität tröstlich. „Close Enough“, c/o-Galerie, Berlin, bis 28. Januar 2026. ASOfenwarm 2025 ist ein Apfeljahr. Und jeder, der ein, zwei, drei Apfelbäume im Garten hat, ist gerade mächtig damit beschäftigt, Apfelmus zu kochen, Most zu machen, Apfelpfannkuchen zu braten und außerdem mit den Früchten seine Freunde zu beglücken, die dann Apfelkuchen backen. Köstliche Alternative: Birnenkuchen – auch die Birnbäume tragen dieses Jahr üppig! Mit Mandelmürbteigboden und Schmandguss. ballBadespaßAbtauchen. Und nicht mehr in unzureichend geheizten Schwimmbecken oder zu kalten Seen bibbern, sondern ins angenehm temperierte Badewasser gleiten. Bis die Fingerkuppen schrumpelig sind. Besonders schön gelingt das in Patricia Urquiolas Wanne „Cenote“ (9) aus dunklem Lavastein oder Ton – außen rau, innen glatt und glänzend. Preis auf Anfrage. ball
Herbst: Mit wehenden Mänteln, ofenwarmen Birnen und Eichelhäher Frido - WELT
Der letzte Sand vom Strand rieselt noch aus den Koffern. Schon färbt sich das Laub, kugeln sich die Kürbisse vor Freude. Halloween ist nur einen Katzensprung entfernt! 15 Gründe, sich jetzt auf die goldene Jahreszeit zu freuen.






