Das, was US-Präsident Donald Trump am Montag zu verkünden hatte, hätte er kaum höher hängen können. Es handele sich heute um „potenziell einen der großartigsten Tage in der Zivilisation“ sagte er einleitend, sprach vom „ewigen Frieden“ - ganz so, als könne er gleich die Lösung des Nahostkonflikts präsentieren. Doch die Pläne, die er dann bei seiner gemeinsamen Pressekonferenz mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Weißen Haus vortrug, hinterließen vor allem viele Fragen.
Zum Beispiel, ob die islamistische Palästinenserorganisation Hamas, gegen die Israel seit fast zwei Jahren im Gazastreifen kämpft, dem Abkommen überhaupt zustimmt. Die Hamas hält noch rund 20 lebende, israelische Geiseln gefangen, die sie bei ihrem Massaker am 7. Oktober 2023 verschleppt hat. Einer ihrer Vertreter erklärte im Anschluss an Trumps Präsentation, man habe noch keinen schriftlichen Plan erhalten, über den man entscheiden könne. Später hieß es dann, man prüfe den Vorschlag.
Trump wiederum betonte, sein Friedensplan beinhalte nicht nur die Freilassung aller lebenden Geiseln sowie die Rückgabe der Leichname der Getöteten innerhalb von drei Tagen, sondern auch die Entmachtung und Entwaffnung sämtlicher terroristischer Organisationen in Gaza. Er verlasse sich dabei auf eine Reihe arabischer und muslimischer Staaten, mit denen er Gespräche geführt habe, erklärte der US-Präsident. Diese würden nun mit der Hamas sprechen, und er habe schon positive Signale vernommen. In den zuvor diskutierten Plänen war Mitgliedern der Organisation freies Geleit in Aussicht gestellt worden, wenn sie Gaza verlassen.














